Ein wahrer Lichtblick der Caritas

Das Caritas-Zentrum für Pflege und Beratung in Hüttigweiler wurde offiziell eröffnet

HÜTTIGWEILER Es scheint, als sei der Name Programm. Denn, sowohl bei der Grundsteinlegung, als auch beim Richtfest und schließlich bei der offiziellen Vorstellung schaute die Sonne von einem fast blauen Himmel auf das Gebäude auf dem Verzy Platz in Hüttigweiler. Dort, wo früher ein Kindergarten stand, wurde in knapp zwei Jahren ein Zentrum für Pflege und Beratung errichtet.

Darin vereint sind die Angebote der Caritassozialstation Eppelborn-Illingen, eine Beratungsstelle für Angehörige, Schulungsräume für Ehrenamtliche und pflegende Angehörige und ein Menu Service. Aber auch eine Tagespflege, die sich auf an Demenz erkrankte Menschen spezialisiert hat, ist in dem hellen und freundlichen Gebäude untergebracht.

Ein wahrer Lichtblick, wie alle Redner, die anlässlich der Präsentation des Caritas Zentrums für Pflege und Beratung in Hüttigweiler in ihrem Grußwort feststellten.

Froh darüber, das Zentrum, „dessen Konzept durchaus ein Wagnis war“, endlich der Öffentlichkeit zu übergeben, war Bernd Walter, Vorsitzender des Caritasverbandes Schaumberg-Blies. Neben dem Betreuungsangebot, erklärte er, freut er sich vor allem, dass auch ein Beratungsangebot geschaffen wurde.

Im Reigen seiner Begrüßungen bezeichnete er Gesundheitsministerin Monika Bachmann als „Mutter der Pflege“. Für sie, betonte sie, sei dies alles andere als eine Beleidigung. Vor allem in der Pflege sei es kein Geheimnis, dass es zu wenig Personal gebe. „Wir haben mit zahlreichen Werbemaßnahmen für dies Berufe geworben, haben die Wertschätzung gesteigert und verzeichnen auch erste Erfolge. Doch es reicht nicht“, bekannte sie.

Besonders wichtig sei in diesem Zusammenhang die Fachstelle Demenz, die beratend tätig ist. „Wir wissen, es gibt in jedem Ort, in jedem Landkreis Probleme, deshalb vernetzen wir die Stellen“, sagte sie.

Vor allem die Tagespflege bezeichnete die Ministerin als echte Entlastung. „Wir wissen, dass Menschen so lange wie möglich zu Hause leben wollen. Mit dem Angebot der Tagespflege ist eine wohnortnahe Betreuung gesichert“, lobte Dr. Birgit Kugel, Direktorin des Caritasverbandes Trier.

Dass im Landkreis bereits heute jeder Vierte über 65 Jahre sei, ist kein Geheimnis, betonte Landrat Sören Meng. Auch er zeigte sich erfreut darüber, dass dieses niederschwellige Angebot am Standort Hüttigweiler geschaffen wurde.

Als die Träger zu ihm gekommen seien und das neue Konzept vorgestellt hätte, berichtete Illingens Bürgermeister Armin König, sei er den Plänen sehr zugetan gewesen. „Das, was mir vorgestellt wurde, war sehr revolutionär, das wollte ich gerne haben“, sagte er.

Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf 2,1 Millionen Euro. Das Zentrum bietet 100 Arbeitsplätze, betreut 450 Patienten, liefert an 110 Kunden frisches Essen aus und ist mit 16 Besuchern in Tagespflege bereits voll ausgelastet. ing

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