Ein Schmuckstück geworden

In Büschfeld wurde die Info-Tafel symbolisch an Ortsvorsteher Albert Lang übergeben

BÜSCHFELD In neuem Glanz erstrahlt die Info-Tafel über den Waderner Stadtteil Büschfeld am Standort „Von Hagen-Platz“ in unmittelbarer Nähe zur Primsbrücke. In ehrenamtlicher Arbeit haben Heinrich Backes mit Sohn Thomas, zugleich Spender des neuen Sichtschutzes, Paul Kientz, Rudolf Mann und Manfred Ludwig mit wertvoller Unterstützung von Fotografin Tina Schunk diese Tafel gänzlich neu gestaltet.

Diese Info-Tafel, aufgestellt im Jahre 2004, war im Laufe dieser Zeit durch schlechtes Wetter mit Wind, Regen und Frost unansehnlich geworden und stark verblichen, so dass die Bilder und Texttafeln nicht mehr zu lesen waren.

Fotografin Tina Schunk besorgte kostengünstig die Neugestaltung der Historischen Urkunde mit Dorfchronik sowie die Restaurierung der alten Fotos und Abbildungen aus der Zeit von 802 bis 2002.

Auf der Rückseite ist die aktuelle Wanderkarte „Erlebnis Hochwald“ mit Rad- und Wanderwegen, natürlich mit Büschfeld als Ausgangspunkt des Premiumwanderweges „Weg des Wasser“, der zu den 111 Traumschleifen zum Saar-Hunsrück-Steig zählt.

Thomas Backes, Chef der gleichnamigen Metallbaufirma, besorgte mit seinem Team die Renovierung und den passgenauen Einbau der Dokumente hinter dem neuen Sichtschutz.

Nun wurde die neue Info-Tafel symbolisch an Ortsvorsteher Albert Lang übergeben. Lang dankte allen, die mitgeholfen hatten, diese Info-Tafel zu erneuern. „Sie ist ein Schmuckstück geworden“, betonte der Ortsvorsteher und lobte die handwerklich geleistete Arbeit. Gleichzeitig dankte Lang dem Männerquartett für ihre ehrenamtliche Pflege dieses Platzes, denn seit 2004 hatten sie die Verantwortung für die Unterhaltung dieses stets gepflegten Platzes übernommen.

„Was hier geleistet und geschafft wurde, war nicht mit Geld zu bezahlen gewesen“, lobte der Ortsvorsteher. Gleichzeitig verabschiedete der Ortsvorsteher diese fleißige Männerriege in den ehrenamtlichen Ruhestand. Aus Altersgründen werden sie diese Arbeiten nach einer letzten Schicht an diesem Tag in jüngere Hände übergeben.

Der Waderner Stadtteil und Hochwaldort Büschfeld konnte im Jahre 2002 das seltene Geburtstagsfest „1200 Jahre Büschfeld“ feiern.

Das Festkomitee konnte nicht nur auf ein gelungenes Jubiläumsjahr zurückblicken, es bleibt eine stattliche Geldsumme übrig, deren Verwendung dem Dorf Büschfeld zu Gute kommen sollte.

Neben Begrüßungsschildern an den drei Ortseingängen, der Errichtung der MBE-Hütte und Anschaffung von Spielgeräten blieb Geld übrig für den Bau eines Platzes, auf dem die letzten noch verbliebenen Relikte der früheren Burg Büschfeld, die über Jahrhunderte Sitz des Rittergeschlechtes „Derer von Hagen“ einen würdigen Standort bieten sollte.

Die beiden gut erhaltenen Erinnerungsstücke, eine mächtige aus Sandstein gehauene Brunnenschale sowie ein Türsturz mit dem noch gut erkennbaren Wappen „Derer von Schmidtburg“, haben nach dem Abriss der letzten Burgreste für den Bau der Staatsbahn Lebach-Nonnweiler (1897) sowie für die Trasse der MBE von Büschfeld nach Merzig (1903) rund 100 Jahre im Dornröschenschlaf im Garten des früheren Hauses Pantenburg verbringen müssen.

Jetzt hatten sie für immer einen angemessenen Platz gefunden.

Darüber hinaus haben die freiwilligen Helfer aus dem Ort auf dem neuen „von Hagen-Platz“ einen repräsentativen Brunnen aus mächtigen Sandsteinen in der Mitte errichtet. Zwei massive Ruhebänke komplettierten neben der nunmehr restaurierten Informations-Tafel diesen Platz.red./ti

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