Ein Ort zum verschnaufen und durchatmen

Ludwigskirche und Johanneskirche öffnen wieder

SAARBRÜCKEN Die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken hat die Ludwigskirche wieder für Besucher geöffnet. Sie steht dann während der üblichen Zeiten, dienstags bis sonntags, 11 bis 17 Uhr, zur Einkehr und zum stillen Gebet offen.

„Die Ludwigskirche wurde täglich von vielen Menschen besucht, die haben schon darauf gewartet“, freut sich Thomas Bergholz, Pfarrer der Ludwigskirche. Die offene Kirche sei schmerzlich vermisst worden. Von seinem Bürofenster am Ludwigsplatz habe er in den vergangenen Wochen viele Menschen gesehen, die versucht hätten, in die Ludwigskirche hineinzukommen. Sie hätten unverrichteter Dinge wieder gehen müssen, bedauert Bergholz. Umso mehr sei er froh, dass das Wahrzeichen Saarbrückens nun wieder zugänglich gemacht wird. „Mit der Ludwigskirche haben die Menschen in der Stadt einen Ort, um zu verschnaufen und die Seele durchatmen zu ­lassen“.

Die Öffnung erfolge unter den geltenden gesetzlichen Bestimmungen. „Die Kirche ist sehr groß, man kann sich gut in ihr verteilen“, betont Bergholz. Mit dem Kirchenhüter stehe immer eine Person bereit, die die Beachtung der Abstandsregeln und die Hygienevorgaben gewährleiste.

Ebenfalls geöffnet ist auch die Johanneskirche in Saarbrücken-St. Johann. Hier sind die Öffnungszeiten dienstags bis sonntags, 15 bis 18 Uhr.

Hintergrund

Am 17. März hatten sich die evangelischen Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West einer Empfehlung der Landeskirche angeschlossen, alle Kirchen für den Publikumsverkehr zu schließen, um mögliche Kontaktflächen, durch die sich das Corona-Virus ausbreiten könnte, zu vermeiden. Innerhalb des Kirchenkreises Saar-West habe man sich darauf verständigt, dass nach einer Lockerung der Corona-Beschränkungen zunächst einzelne Kirchen wieder für Gläubige offenstehen werden, sagt Christian Weyer, Superintendent des Kirchenkreises.

„Wenn kleinere Geschäfte wieder öffnen dürfen, muss es auch wieder möglich sein, die Ludwigskirche und die Johanneskirche als öffentliche Räume der Stille und des Gebets zu betreten. Diese Möglichkeit bieten wir jetzt wieder an. ich freue mich darüber, dass die Kirchengemeinden Alt-Saarbrücken und St. Johann dafür die Rahmenbedingungen gewährleisten.“, so Weyer. red./jb

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