Ein Ort der Begegnung für alle

Neue Schulmensa am Saarpfalz-Gymnasium wurde eingeweiht

HOMBURG Das Saarpfalz-Gymnasium ist um 1000 Quadratmeter gewachsen. Im Rahmen einer Feierstunde wurde der Mitte 2017 begonnene Erweiterungsbau mit Mensa, zwei neuen Klassenräumen, FGTS-Raum, Büro und multimedialer Lernwerkstatt eingeweiht. 2,76 Millionen Euro hat der Neubau gekostet.

An die Ausgangssituation erinnerte Schulleiter Jürgen Mathieu in seiner Begrüßung. Als er 2013 seinen Dienst antrat, da sei die Raumsituation prekär gewesen. 17 Schulräume waren uneingeschränkt nutzbar, vier Räume im Altbau nur mit Einschränkungen, drei Klassenräume fehlten. Improvisationsgeist war gefragt. Im Pavillongebäude waren Essensverpflegung und Nachmittagsbetreuung untergebracht. Als das Pavillongebäude 2004 in Betrieb gegangen war, da herrschte allgemein noch die Meinung vor, dass lediglich zehn Prozent der Schüler die Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen werden. Eine immense Fehleinschätzung. Von den aktuell 730 Schülern am Saarpfalz-Gymnasium nutzen 145 das Angebot der Nachmittagsbetreuung, 120 von ihnen werden mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Leicht vorstellbar also, dass die Essensausgabe im Pavillon-Gebäude aus allen Nähten platzte. Gerade mal für 80 Schüler bot hier die FGTS Platz. 20 von ihnen mussten dabei in den Medienraum ausweichen, der folglich nur noch eingeschränkt zu Unterrichtszwecken verfügbar war. Mathieu suchte das Gespräch mit dem früheren Landrat Clemens Lindemann und der selbst hatte einen großen zusätzlichen Erweiterungsbau ins Gespräch gebracht, um die Raumproblematik am Saarpfalz-Gymnasium zu beheben. „Bei alledem war uns klar: Es wird kein Prunkbau sein; die Kosten sollten vertretbar und die Räume funktionell sein“, erläuterte Mathieu.

Diese Räume wurden nun bereits im Januar in Betrieb genommen und alles funktioniert, wie es funktionieren soll. Vor allem die Mensa im Erdgeschoss, die nun 120 Plätze bietet und eine geordnete Essensausgabe möglich macht. Mathieu nahm bei der Einweihungsfeier die Gelegenheit wahr, sich bei allen in der Kreisverwaltung für die Arbeit und die Finanzierung zu bedanken, machte aber deutlich, dass noch weitere Projekte umzusetzen seien: Die Renovierung des Pavillon-Gebäudes, dessen Räume dann allesamt für den Unterricht genutzt werden sollen, Schulhof, Basketballfeld und Sporthalle. Auch hier brauche es keine exklusive Ausstattung, „lieber eine nutzerfreundliche Lösung.“ Landrat Dr. Theophil Gallo versprach, „dass wir am Ball bleiben werden, um das nötige Geld herbeibringen zu können.“

Nutzerfreundliche Lösung

Die Mensa helfe bei der Unterbringung und der Versorgung der Ganztagsschüler, für die die Schule oft Ersatz für die Familie ist. Gallo versicherte, dass die Kreisverwaltung ihre Hausaufgaben gemacht habe: 100 Millionen Euro seien in den letzten Jahren in die Schulen investiert worden.

Auch Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind pflichtete bei, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, in die Mensa zu investieren, damit die Schüler ein gesundes und richtiges Essen bekommen. Auch soll die Mensa ein Stück dazu beitragen, dass sich alle hier wohlfühlen, auch Eltern, die sich hier begegnen. Erneut machte er deutlich, dass es aus seiner Sicht Sinn mache, „das Know-how der Schulen alleine in den Händen des Kreises zu bündeln.“ rk

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de