Ein Milchglas reist online

Die Milchwirtschaftliche Vereinigung hat einen Milchclip auf den weg gebracht

SÜDWESTPFALZ Milch verbindet Stadt und Land, Jung und Alt, Landwirte und Verbraucher. Das zeigt der neue Milchclip der Gemeinschaft der Milchwirtschaftlichen Vereinigungen (GML). Die Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz-Saar (kurz Milag) ist eine Vereinigung laut Milch- und Fettgesetz, die die Interessen zahlreicher Mitglieder vertritt, darunter sind auch Landwirte aus Zweibrücken-Land.

Acht Mitglieder haben das Video anlässlich des internationalen Tags der Milch gemeinsam auf den Weg gebracht. Ein Milchglas wurde im Clip von Bundesland zu Bundesland weitergereicht. Rund 1600 Kilometer reiste das Milchglas online durch Deutschland. Viele milchwirtschaftliche Organisationen mussten vor Ort jedoch im Juni ihre Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Milch absagen und haben sich dafür etwas Neues einfallen lassen.

In Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Rheinland-Pfalz stellte die Milag Postkarten mit drei unterschiedlichen Kuh- und Milchmotiven in den Lebensmittelmärkten zur Verfügung. An den Kühlschränken mit Milchprodukten konnten sich Menschen eine Postkarte mitnehmen und sie verschicken. Die Milchbauern haben diese Postkarten auch im Vorfeld erhalten, mit der Bitte ihre Wünsche und Gedanken an die Milag zu senden.

Seit 1957 gibt es Veranstaltungen und um den Globus zum Tag der Milch. Im Schnitt leben 63 Kühe auf einem Hof. Die Betriebe sind in der Regel familiengeführt und ernähren mehrere Generationen. Neben den zwei großen, die in Rheinland-Pfalz ansässig sind und international arbeiten, existieren auch immer mehr kleine Hofmolkereien, die regional Trinkmilch, Joghurt und Käse herstellen und verkaufen, betont der Milag-Vorsitzende Michael Horper, der auch froh und stolz ist, dass es der Berufsstand geschafft hat, die Lebensmittelversorgung auch während der Pandemie aufrecht zu erhalten.

Horper erinnert auch daran, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr liefert als Lebensmittel und beispielsweise auch ein Heim für Tiere, Vögel, Insekten und mehrere Generationen an Menschen ist. „Hauptaufgabe ist die Öffentlichkeitsarbeit und die Verbraucherberatung zu Milch und Milchprodukten sowie die Unterstützung der Milchbauern in Rheinland-Pfalz“, betont das Vorstandsmitglied der Milag und Landwirt Friedrich-Wilhelm Meyer zur Capellen, der in Zweibrücken den Wahlerhof bewirtschaftet.

Meyer zu Capellen bedauert, dass die Milcherzeugung auch derzeit nicht kostendeckend ist. Milag-Vorsitzender Michael Horper forderte mehr Sachlichkeit in den Diskussionen zwischen Nutztierhaltern, den Verbrauchern und der Politik und eine Entscheidungsfindung für Lösungen auf wissenschaftlicher, nicht emotionaler Basis. rb

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