„Ein Licht für Afrika“ leuchtet hell

Eröffnung der Gesundheitsstation Centro de Saúde jüngster Erfolg des Saarländischen Vereins

Merzig. Der in Merzig ansässige Verein „Ein Licht für Afrika“ (ELfA) freut sich über die Eröffnung der Gesundheitsstation Centro de Saúde De Guigobane im Mosambik. Die Hilfseinrichtung wurde durch den Gouverneur der Provinz Inhambane, Daniel Francisco Chapo, eingeweiht. Nun kann der Verein ELfA auch den Bau eines Centro de Saúde auf sein Konto schreiben. Wegen der aktuellen Beschränkungen konnten an der Einweihung keine Vereinsmitglieder teilnehmen.

Für den sozial stark engagierten Verein waren die Corona-Regelungen seit März letzten Jahres ohnehin eine große Herausforderung. Der Projektchor des Vereins musste seine Aktivitäten einstellen, erinnert Christoph Goergen, der Chorleiter und Vereinsvorsitzende.

Immerhin sei es dem Chor gelungen, mit der virtuellen Aufführung des afrikanischen Friedensgebetes Ukuthula auf Youtube ein Lebenszeichen zu geben und die ewig scheinende Auszeit zu überbrücken.

Chorgesang ist für den saarländischen Verein ein probates Mittel, Menschen in Afrika und insbesondere in Mosambik zu unterstützen. Mitbegründerin Joaquina Siquice knüpfte direkte Kontakte nach Mosambik und organisierte Bauprojekte. Sie stellte für die Vereinsarbeit das Bindeglied zwischen den beiden Welten dar.

So wurden in den vergangenen zehn Jahren bereits zwei Schulen und ein Dorfbrunnen gebaut. Delegationen von Vereinsmitgliedern waren mit Siquice mehrmals vor Ort und haben bei den Bauvorhaben jeweils selbst Hand angelegt.

Leider verstarb Siquice im Februar 2018. Die Kontakte zu der mosambikanischen Partnerorganisation Mahlahle und dem Projektdorf rissen zunächst ab.

Um die Kontakte wieder aufzufrischen und weiteres Interesse an gemeinsamen Projekten zu signalisieren, reiste im Sommer 2019 eine Delegation nach Mosambik. Man wollte dem Projektdorf Guigobane einen Besuch abstatten.

Zu diesem Zeitpunkt ist das für die Gesundheitsstation vorgesehene Baugrundstück im Palmenwald, in der Nachbarschaft der beiden Schulgebäude, unweit des Indischen Ozeans, noch sandiges Brachland.

Baubeginn und rasche Baufortschritt sind, so der Verein, nicht zuletzt dem Verhandlungsgeschick und Einfühlungsvermögen des Vorstandsmitglieds Brigitte Krings-Ney zu verdanken. Sie lebte und arbeitete fünf Jahre lang als Ärztin an der Uniklinik der zweitgrößten Stadt Mosambiks und kennt Land und Leute bestens.

Die Eröffnung der Gesundheitsstation bedeute für Hunderte von Menschen eine medizinische Grundversorgung. Werdende Mütter hätten nun Aussicht auf eine Schwangerenvorsorge und erhielten einen Beistand bei der Geburt durch eine Hebamme, freut sich die Frauenärztin Krings-Ney: „Außerdem ist die Gesundheitsstation im Hinblick auf bevorstehende Impfungen gegen Covid-19 ein Segen.“

Der Verein „Licht für Afrika“ leidet unter dem gegenwärtigen Auftrittsverbot. „Die üblichen Einnahmequellen sind weggebrochen“, sagt Vorsitzender Goergen. Umso wichtiger ist das Spendenkonto des Vereins bei der Kreissparkasse Merzig (IBAN: DE63 5935 1040 0100 0050 40). Unterstützen kann man die Projektarbeit mit dem Kauf des Märchenbuches „Geschichten aus dem Palmenwald“ (bei Rote Zora in Merzig erhältlich) oder einer CD von Benefizkonzerten. Info: einlichtfuerafrika@gmx.de. red./am

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