Ein großes Haus für kleine Kinder

Kita Rentrisch nun offiziell ihrer Bestimmung übergeben

RENTRISCH „Ein neuer Tag geht los … ein neuer Start, ein neuer Anfang“. Passender hätte die Musikgruppe OQman Solo die Festlichkeit nicht einleiten können. Endlich war so soweit. Nach einer Bauzeit von rund 18 Monaten zogen nun die Kinder mit ihren Erzieherinnen in ihre neue Kita ein. Nicht geräuschlos, sondern mit gebührendem Drumherum, einem ausgewachsenen Programm. Mike White, Stabsstellenleiter Integration der Stadt, moderierte.

Nadine Müller, Beigeordnete der Stadt St. Ingbert und zuständig für den Bereich Kinder und Bildung, selbst Rentrischerin und, wie sie anmerkte, hier in den Kindergarten und in die Schule gegangen, rückte in Vertretung des Oberbürgermeisters Dr. Ulli Meyer noch einmal Fakten zum Umbau der ehemaligen Grundschule ins Blickfeld. Bereits im Dezember 2017 begannen Abbruch- und Rückbauarbeiten, die eigentlichen Baumaßnahmen im Juni 2018. Insgesamt mussten für den Um- und Anbau sowie für die Gestaltung der Außenanlage rund 2,8 Millionen Euro in die Hand genommen werden. 811000 Euro trug das Land, 695000 Euro der Saarpfalzkreis, 1,3 Millionen die Stadt St. Ingbert. Nadine Müllers Dank galt allen Firmen, die an der Maßnahme mitwirkten und dem Architekten, Christoph Gabrovsek.

Wie sie weiter ausführte, ist das Bestandsgebäude massiv gebaut. Es erhielt, um den Energiebedarf zu optimieren, eine Hülle als Wärmedämmverbundsystem und neue Fenster. Die frühere offene Pausenhalle als Übergang vom Schulgebäude zur Turnhalle wurde in energieeffizienter Holzrahmenbauweise zu einem Speisesaal mit Küche. Neben der Optimierung des Brandschutzes kamen weitere Fluchtwege hinzu, insbesondere eine außenliegende Fluchttreppe. Alle Stockwerke und Räume der Kita sowie das Außengelände sind behindertengerecht ausgebaut. Was die Betreuungsmöglichkeiten betrifft, wurde die Zahl mehr als verdoppelt. Aus ehemals sieben Krippen- und 35 Kindergartenplätzen wurden nun insgesamt 97 Plätze bei Vollbelegung, d. h. zwei Krippengruppen bis zu 22 Kinder im Erdgeschoss und zwei Regelgruppen mit 50 Kindern im Obergeschoss. Ab Sommer soll noch eine flexible, altersgemischte Gruppe hinzukommen. Für die Betreuung unter der Leitung von Tina Okuesa stehen 18 Personen zur Verfügung, davon 12 mit Vollzeitbeschäftigung. „Liebe Kinder, das ist euere neue Kita. Füllt dieses Gebäude mit Leben. Und Sie, liebe Erzieherinnen, überlegen Sie sich tolle Spiele und Konzepte, um die Kinder bestmöglich in ihrer frühkindlichen Bildung zu unterstützen“, lautete ihr Appell.

97 Plätze bei Vollbelegung

Dieter Knicker, in Vertretung des Landrates Theophil Gallo, gratulierte zur gelungenen Umwidmung der Schule. Hier sei eine Einrichtung für Kinder entstanden, denen ja die Zukunft gehöre. Darauf könne man stolz sein. Dieter Schörkl, Rentrischs Ortsvorsteher, sagte, für die Kinder und deren Betreuung dürfe es nur das Beste geben. Sie seien jetzt umgezogen in ein Haus mit Sicherheit und Geborgenheit. Die neue Kita sollte ein Schmuckstück für den Ort werden. Das sei mit der hervorragenden Arbeit des Architekten Christoph Gabrovsek bestens gelungen. Das neue Gebäude könne durchaus als Neuanfang gesehen werden. Er wünschte allen viel Spaß und Freude bei der Arbeit in den neuen Räumen und übergab gleich einmal eine Geldspende in Höhe von 300 Euro.

Bevor die Kinder mit Liedbeiträgen die „Reise ins Kita-Wunderland“ antraten und als kleine Handwerker ihre Auftritte absolvierten, segneten der katholische Pfarrer, Peter Serf und der evangelische, Uwe Herrmann, das Haus.all

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de