Ein glühender Kohleklumpen

Dies soll nur eine neue Attraktion in Gondwana werden – Hotel-Resort geplant

LANDSWEILER-REDEN Das naturhistorische Museum „Gondwana – das Prähistorium“ feiert sein zehnjähriges Bestehen. Über die Zeit hinweg wurde es immer wieder erweitert, und auch für die Zukunft gibt es schon gigantische neue Ideen.

Seit der Eröffnung im Dezember 2008 können die Besucher hier mit 3D- und 4D-Filmen, Infotafeln, Knochen und Fossilien Spannendes über die Entwicklung des Lebens von der Bakterie bis zu den Dinosauriern lernen. Im Jahr 2011 kam der Indoorspielplatz „Gondi‘s Dinowelt“ hinzu, und 2013 wurde das Museum noch um ein paar Jahrhunderte der Weltgeschichte erweitert, ebenfalls dargestellt in eindrucksvollen, nachgebauten Szenen. Außerdem kamen eine weltweit einmalige Dino-Show, eine animierte Begegnung mit dem Riesenhai Megalodon und ein paläontologisches Forscherlabor hinzu.

Obwohl die letzten großen Änderungen nun schon ein paar Jahre alt sind, freuen sich die derzeit 46 Mitarbeiter über anhaltend hohe Besucherzahlen. Investor Matthias Michael Kuhl möchte das Angebot dennoch weiter ausbauen, und es fehlt ihm nicht an Ideen: „Gondi‘s Dinowelt“ soll Sportgeräte für die wartenden Eltern bekommen. Außerdem wird mit möglichen Co-Investoren wegen eines geplanten Hotel-Resorts verhandelt: in 200 Betten sollen in begrünten, nahe gelegenen Erdhäusern besonders die auswärtigen Besucher übernachten können.

Die größte Attraktion könnte aber das „Montanium“ werden: ein Bergbaumuseum in umgestalteten Hallen und einem 50 Meter hohen, nachts „glühenden Kohleklumpen“ soll auf dem ehemaligen Grubengelände entstehen.

Der Bergbau definierte hier den Standort, und Kuhl ist es wichtig, dass nicht nur die dazu gehörende Technik, sondern vor allem auch das Gefühl der dort arbeitenden Menschen nicht in Vergessenheit gerät: „Was hat der da empfunden?“

Deshalb plant er für die Besucher simulierte Loren-Fahrten und ein Mini-Bergwerk für Kinder. Außerdem soll, teilweise mit Simulation und Spiegeltechnik, ein 50 Meter hoher Schnitt durch ein Bergwerk dargestellt werden.

Dazu soll auch ein Einblick in den Bergbau anderer Länder gegeben, und auf verschiedene Aspekte der Kohle eingegangen werden: Ihre Rolle als wichtiger Standortfaktor des Saarlandes in der Vergangenheit, aber auch die Decarbonisierung auf dem Weg in eine grünere Zukunft. Letztere veranschaulicht ein 60 Meter hohes Carbon-Netz, das den Platz überspannen soll, beginnend in grauer Farbe beim „Montanium“, und zum „Gondwana“ hin immer grüner werdend. Auch das „Gondwana“-Museum selbst soll erweitert werden.

Am Samstag, 15. Dezember lädt es zu einer Jubiläums-Feier mit Dino-Uni ein. sg

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