Ein erfolgreiches Jahr – trotz Corona

Jahreshauptversammlung des AFW Blieskastel

Niederwürzbach. In ungewöhnlichen Zeiten entstehen ungewöhnliche Idee. Nicht anders beim Blieskasteler Filmclub. Zwar schränkten die Hygienevorschriften den geplanten Jahresablauf gehörig ein, doch unter Beachtung aller Vorgaben kam es zunächst doch noch zu einigen wenigen Zusammenkünften, bevor man sich online eine andere Plattform schuf.

Glücklicherweise gehören dem Club Mitglieder an, die technisch versiert sind und wissen, wie was eingerichtet und betrieben werden kann. So begann nach den Worten des Vorsitzenden Jürgen Baquet das Jahr 2020 eigentlich ganz normal mit vier Clubabenden im Januar und Februar, doch dann kam der lange Lockdown, und erst am 7. September konnte wieder ein Clubabend stattfinden.

Nur sieben statt der

üblichen 22 Clubabende

Dann war das Jahr auch schon zu Ende mit ganzen sieben Clubabenden statt der sonst 22 Treffen. Nur eine einzige besondere Veranstaltung konnte am 7. März noch stattfinden: der 6. F(r)eierabend in Niedergailbach mit der Präsentation von sechs Filmen unter dem Titel „Die Besten vom Südwesten“ bei vollem Haus. Nur zwei Tage später dann der große Shutdown. Aus diesem Grund musste das 42. deutschlandweit bekannte Bundesfilmfestival „Natur“ erstmals als Online-Festival durchgeführt werden. Auch die Preisverleihung, die sonst mit einem „Morgen der Schmetterlinge“ verbunden ist, wurde als Livestream durchgeführt. Und siehe da, 600 Zuschauer verfolgten das Geschehen, so viele wie bei der Präsenzveranstaltung als Höhepunkt des Festivals sonntags in der Bliesgaufesthalle bisher noch nie verzeichnet werden konnten.

Immer im Herbst werden die Gewinner des Ehrenpreises der Stadt Blieskastel eingeladen, ihren Ehrenbaum zu pflanzen. Das geschah diesmal auch, und am Abend des 23. Oktober gestaltete dann das Siegerehepaar von Restorff aus Karlsruhe den Abend mit der Präsentation einer sehenswerten Auswahl aus ihrem Filmprogramm in der Bliesgaufesthalle. Leider kamen wegen der Zuschauerbeschränkung nur 100 Personen in den Genuss. Der für November geplante Clubwettbewerb, zu dem 13 Filme gemeldet waren, konnte aus bekannten Gründen nicht durchgeführt werden und wurde online nachgeholt. Auf dieser ersten Wettbewerbsebene vergab die Jury drei erste Preise, acht zweite und zwei dritte. Der Film von Hartmut Krell (AFW Blieskastel) erhielt von den Zuschauern die beste Wertung. 13 Werke konnten zur nächsten Ebene, dem Landesfilmfestival weitergemeldet werden. Dort kletterten vier Filme auf den Platz eins, sieben auf den zweiten und zwei auf den dritten. Auch hier war Hartmut Krell wieder erfolgreich mit „Grünes Gold“ und der Auszeichnung „Bester Film“. Der Jugendfilmpreis 2020 wurde Justin Irsch für „Wahren“ zugesprochen. Weitere Erfolge konnte Jürgen Baquet von der dritten Wettbewerbsebene, den Bundesfilmfestivals 2020 vermelden, wo der Film „Little Hollywood“ von Justin Irsch die Silbermedaille errang und „Natur im Wandel der Jahreszeiten“ von Stefan Tannenberg mit dem Silbernen Schmetterling ausgezeichnet wurde. Beide Filme liefen auch auf der vierten Wettbewerbsebene, den Deutschen Filmfestspielen. Dort konnte sich Justin Irsch über die Auszeichnung „Film Award 2020“ freuen. In seinem Ausblick auf 2021 verwies Baquet darauf, dass der AFW Blieskastel seit Beginn des Jahres einen Zoom-Account besitzt und dadurch Clubabende online durchgeführt werden können. Wie es mit Präsenzveranstaltungen 2021 weitergehe, müsse abgewartet werden. Auf jeden Fall werde das 43. Bundesfilmfestival „Natur“ stattfinden. Jürgen Baquets besonderer Dank galt seinem Stellvertreter Horst Bast, Schatzmeister Helmut Baschab, Wolfgang Freier für die Übernahme der schwierigen Aufgabe, die Filme für die Online-Festivals vorzubereiten sowie Justin Irsch für die Unterstützung beim Betrieb des neuen Zoom-Accounts. all

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