Ein besonders hartes Wochenende

Die Neunkircher Freiwillige Feuerwehr eilte von Einsatz zu Einsatz

NEUNKIRCHEN Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen am Sonntag, 21. Juli: Flächenbrand am alten Güterbahnhof, Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Carl-Ferdinand-Straße, Teileinsturz eines leerstehenden Wohnhauses im Fischkasten. Das sind nur drei von insgesamt sechs Einsätzen zu denen die ehrenamtlichen Brandschützer in der Kreisstadt innerhalb von nur rund acht Stunden ausrücken mussten. Doch trotz der Brisanz die manche Alarmmeldung besitzt, Verletzte gab es bei keinem der Einsätze zu beklagen.

Flächenbrand am Güterbahnhof

Es ist kurz vor 18 Uhr, als zum ersten Mal am Sonntag Alarm ausgelöst wird. Im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs wird ein Flächenbrand entlang der Bahntrasse Neunkirchen-Homburg gemeldet. Auf einer Fläche von etwa 30 mal 5 Meter brennen Wiese, kleinere Bäume und Sträucher, alte Bahnschwellen und auch in Müllsäcken abgelegter Grünschnitt. Mit zwei Strahlrohren gelingt es den Feuerwehrleuten den Brand an einer Ausbreitung zu verhindern und zu löschen.

Kellerbrand

Nur eine kurze Verschnaufpause ist den Mitgliedern des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt vergönnt, bevor sie um 20 Uhr gemeinsam mit den Löschbezirken Furpach und Wellesweiler sowie dem Wehrführer zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Carl-Ferdinand-Straße, der sogenannten Hüttensiedlung, ausrücken müssen.

Rauch dringt bereits sichtbar aus einem Kellerfenster, als das erste Löschfahrzeug vor Ort eintrifft. Anwohner berichten den eingetroffenen Feuerwehrangehörigen, das sie den Brand bereits mit einem Feuerlöscher selbst bekämpft haben und alle Bewohner das Haus verlassen haben. Während ein Atemschutztrupp auf der Suche nach dem Feuer in den verrauchten Keller vorgeht, überprüft ein weiteres Zweierteam ob auch wirklich alle Wohnungen im Haus geräumt sind, denn auch im Treppenhaus steht bereits Brandrauch. Beide Feuerwehrtrupps können die Angaben der Hausbewohner bestätigen.

Einsturzgefährdet

Um 21:20 Uhr, keine anderthalb Stunden nach dem letzten Einsatz, wird erneut Alarm für die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler, den Wehrführer sowie auch für Kräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) ausgelöst. Teile eines Wohnhauses in der Straße Fischkasten sind eingestürzt, es ist unklar ob sich in dem Haus noch Menschen befinden.

Schnell kann Entwarnung gegeben werden: Das Haus, welches renoviert wird, ist unbewohnt und an diesem Sonntagabend menschenleer. Der Kamin des Hauses war eingestürzt und hatte dabei Teile des Daches sowie auch Decken und Wände im Gebäude teils erheblich beschädigt. Ein großer Teil der alarmierten Einsatzkräfte muss die Einsatzstelle nicht anfahren.

Von der Drehleiter aus erkundet der Mitarbeiter der Unteren Bauaufsicht die Schäden am Gebäude. Später hilft die Feuerwehr mit der Drehleiter auch Mitarbeitern des Energieversorgers KEW beim Entfernen des Ständers der Stromleitung vom Dach des Hauses. Er muss aus Sicherheitsgründen entfernt werden.

Weitere Einsätze

Noch während des Einsatzes im Fischkasten muss eines der Feuerwehrfahrzeuge von dort in die Steinwaldstraße ausrücken, weil dort eine Hecke brennt. Den kleinen Brand haben die Feuerwehrleute binnen kurzer Zeit gelöscht.

Ebenso schnell gelöscht ist eine schwelende Bahnschwelle, zu der der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt um 23:14 Uhr erneut zum alten Güterbahnhof alarmiert wird.

Das halbe Dutzend Einsätze am Sonntag komplettiert schließlich zu später Stunde, um 1:12 Uhr, die ausgelöste Brandmeldeanlage eines Industriebetriebes Am Gneisenauflöz. Kräfte aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen rücken zu der Brandmeldung aus, können in dem Betrieb aber kein Feuer vorfinden und zügig nach der Kontrolle wieder einrücken.red./eck

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