Ein besonderer Gottesdienst

Pfarrer Dr. Augustin Otchopko aus Togo besucht deutsche und französische Freunde

ZWEIBRÜCKEN Dies ist ein besonderer Tag. Das erkannten die Gottesdienstbesucher in der katholischen Kirche Hl. Kreuz in Zweibrücken sofort. Die Flagge von Togo, ein Tuch aus dem westafrikanischen Land und das Bild von Pfarrer Toni Krug aus Knopp, zierten den Altarraum.

Gemeinsam hielten der Hausherr, Pfarrer Wolfgang Emanuel, Pfarrer Dr. Augustin Otchokpo aus Togo und der ebenfalls aus Togo stammende Kaplan Antoine Yakpo-Ossobe (Saargemünd) den Gottesdienst. Zu Gast waren neben den Geistlichen auch zahlreiche Freunde und Engagierte der Fondation „Aimer La Vie“ (Liebe das Leben) in Togo sowie die Togofreunde aus Jockgrim und der Novisi-Verein aus Henriville/Lothringen, die sich ebenfalls ganz vielfältig für die Menschen in Togo einsetzen.

Die Fondation „Aimer La Vie“ kümmert sich um behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Togo, denen sich sonst niemand annehmen würde. Mit der Stiftung wird das Lebenswerk des verstorbenen Pfarrers Toni Klug aus Knopp fortgesetzt, der über viele Jahre als Missionar in Togo wirkte. Durch die Schaffung einer Lebensgemeinschaft in Hiehatro, einem Vorort von Atakpame, die durch Mitgefühl, und Gemeinschaft mit schwachen und behinderten Menschen gekennzeichnet ist, fördert die Stiftung das Leben dieser Menschen und schenkt ihnen ein zu Hause.

Eine knappe Woche lang hatte sich Augustin Otchokpo, der zugleich Präsident der katholischen Universität in Togo ist, Zeit genommen, um sich bei seinen deutschen und französischen Freunden für die Unterstützung zu bedanken. Der Pfarrer von Heilig Kreuz betonte: „Diese soll keine Einbahnstraße sein. Wichtig ist, dass wir in persönlichem Kontakt bleiben.“

Pfarrer Augustin Otchokpo hat viele Jahre an verschiedenen Orten in Frankreich gelebt, eine deutsche Delegation erst im Herbst die ehemalige französische Kolonie Togo besucht. Seit Wolfgang Emanuel vor knapp zehn Jahren die Nachfolge von Toni Klug angetreten hat, erhielt „Aimer La Vie“ fast 100000 Euro aus Spenden zu seinem runden Geburtstag und anlässlich seines silbernen Priesterjubiläums sowie vielfältigen Aktionen.

Wolfgang Emanuel zählt auf: „Davon wurde unter anderem eine Schreinerei gebaut, in der sechs Menschen arbeiten und ihre Familien unterhalten können.“ Der Unterhalt des Pflegeheims für 20 Behinderte hat allein monatlich Fixkosten von rund 1000 Euro für sehr teuren Strom, Wasser und Gebäudepflege, dazu Nahrung, Gehälter für das Pflegepersonal sowie die medizinische Versorgung der dort Lebenden. Mit Unterstützung der Association Novisi aus Frankreich wurden eine Krankenstation mit acht Beschäftigten sowie ein Internet-Café mit ausgedienten Computern eingerichtet. Zweimal im Jahr gehen vor dort per Container Hilfsgüter wie Verbandmaterial, Rollstühle oder technische Geräte nach Togo.

Spenden in jeder Form werden gerne angenommen. „Wir haben unser Herz offen für die ganze Welt, heute besonders für Togo“, betonte Wolfgang Emanuel. Er übersetzte die in fließendem Französisch gehaltene Predigt von Pfarrer Augustin Otchokpo.cvw

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