Ein ‚Bergfest‘ auch ohne Hausberg

Gelungenes Hüttenfest des Wanderclubs „Edelweiß“

ROHRBACH Wer den Vorgang im Bild festhalten wollte, musste diesmal besonders schnell sein beim Sommerfest des Wanderclubs Edelweiß rund um die Vereinshütte. Schirmherrin Nadine Müller, St. Ingberts Bürgermeisterin, brauchte nur einen einzigen Schlag, und schon floss das Bier aus dem Spenderfass. „Ich habe die Schirmherrschaft gerne angenommen“, bestätigte sie, da sie sowohl den Verein als auch dessen Feste schätze, vor allem das, was für den Ort und die rund 500 Mitglieder getan werde. Ortsvorsteher Roland Weber verwies darauf, dass dies das 39. Sommerfest des Vereins sei, im nächsten Jahr jedoch nicht nur das 40. anstehe, sondern auch 100-jähriges Bestehen gefeiert werden könne. „Ein Wanderverein hat viel mit Natur und Wald zu tun“, sagte er und nannte es begrüßenswert, dass mittlerweile wieder viele Menschen vom Auto auf „zu Fuß“ umstiegen. Zum Festverlauf wünschte er angenehme Stunden und gute Gespräche.

100-jähriges Bestehen im nächsten Jahr

Ein weiteres „Bergfest“ 2019 war eröffnet. Na gut, „Berg“ ist ein dehnbarer Begriff. Wenn man jedoch bedenkt, dass Rohrbach auf einer Meereshöhe von 244 Metern eingenormt ist, dann ist jede höher gelegene Ebene rundherum schon fast ein Berg, ein kleiner jedenfalls.

Dann ist neben den Festen der Rohrbacher Kahlenbergfreunde „Off de Platte“, dem Sommerfest der Siedlergemeinschaft „Off de Siedlung“ auch das des Wanderclubs Edelweiß tatsächlich eine Art Bergfest. Das echte auf dem 372 Meter hohen Rohrbacher Hausberg, dem Kahlenberg, startet später.

Holger Soltau, Vorsitzender des Vereins, sollte recht behalten, als er bei der Begrüßung versprach: „Ab Beginn des Hüttenfestes scheint die Sonne, und das bleibt so bis Montag Mitternacht!“ Bei warmem Sonnenschein waren an den drei Tagen freie Plätze im Außenbereich rar, bei etwas kühleren Temperaturen, vor allem am Abend, konnte man sich in das große Zelt zurückziehen und dort die herzhaften Speisen genießen und unterhaltsamer Musik zuhören. Den Anfang machte das Duo „Canto per voi (Ich singe für euch)“ mit Liedern, die ein italienisch-spanisches Flair erzeugten. Den Frühschoppen am Sonntagmorgen umrahmte der Musikverein Rohrbach musikalisch. Den Schlusspunkt setzte am späten Montagnachmittag die Gruppe „Die Almdudler“. Ihre mit Trinksprüchen gewürzte volkstümliche Musik ging ins Ohr und veranlasste ganze Tischgemeinschaften zum Schunkeln.

Auch an die Kinder hatte man gedacht. Sie fanden im vereinseigenen Spielplatz Beschäftigung. Am Sonntagnachmittag boten Sandra Bayer und Silvia Klein, zwei Kindergärtnerinnen, Kinderschminken und Basteln von Hütchen, Armbändchen und sonstigem Schmuck an. So konnten die Eltern das Fest in aller Ruhe genießen. all

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