Ehrenamtskarte und Jubilare

Themen der 28. Kreistagssitzung in Blieskastel

BLIESKASTEL Einigkeit herrschte unter den Kreistagsmitgliedern bei den zu behandelnden Themen in der 28. Kreistagssitzung in der Bliesgau-Festhalle Blieskastel.

Der 1. Kreisbeigeordnete Markus Schaller, der Landrat Dr. Theophil Gallo vertrat und die Sitzung leitete, händigte zu Beginn die saarländische Ehrenamtskarte an weitere ehrenamtlich engagierte Bürger des Saarpfalz-Kreises aus. Zu ihnen zählten Klaudia Böhm, Sven Böhm, Helga Kihm und Edda Lang, die sich seit vielen Jahren auf vorbildliche Weise bei der Homburger Tafel einbringen. Heinz Bähr leistet seit 15 Jahren Kreis- und Verbandsarbeit beim Fußballverein FC Palatia Limbach e. V. und Ulrike Zäh verrichtet seit 2009 Sozialdienste beim Deutschen Roten Kreuz Homburg. Sieben weitere Karten konnten nicht persönlich überreicht werden, wurden aber bereits postalisch zugestellt.

„Mit der Ehrenamtskarte erkennen wir an, was nicht zu bezahlen ist“, stellte Markus Schaller fest und dankte allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Bislang hat der Saarpfalz-Kreis 81 Ehrenamtskarten an engagierte Bürger ausgegeben. Mehr Infos zum Thema finden sich unter www.saarpfalz-kreis.de.

Grünes Licht gaben die Kreistagsmitglieder für die neue Partnerschaft mit dem Rajon Pustomyty in der Ukraine. Der Kreistag hatte seinen Willen bekräftigt, auf der Basis des Konzeptes „Internationale Beziehungen des Saarpfalz-Kreises, seine Partnerschaften stärker zu fördern und auszubauen. In diesem Kontext unterzeichneten Landrätin Halyna Hytschka (Rajon Pustomyty) und Landrat Dr. Theophil Gallo gemeinsam die Absichtserklärung für eine Partnerschaft zwischen den beiden Landkreisen. Im August soll in der Ukraine die Partnerschaft offiziell besiegelt werden.

Einstimmig wurde auch eine Zielvereinbarung zwischen dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes und dem Saarpfalz-Kreis auf den Weg gebracht. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Länder, die Bundesagentur für Arbeit und die kommunalen Spitzenverbände haben ein einheitliches Verfahren zur Zielplanung in den gemeinsamen Einrichtungen bzw. in den zugelassenen kommunalen Trägern erarbeitet. Das Saarland beabsichtigt vor diesem Hintergrund folgende konkrete Ziele mit dem Saarpfalz-Kreis zu vereinbaren: 1. Verringerung der Hilfebedürftigkeit 2. Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit 3. Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug 4. Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt.

Radwegsanierung

Zum Sanierungsprojekt Radwege, mit Start womöglich noch in diesem Jahr, wurde der Radweg zwischen Limbach und Bierbach erklärt. Dr. Gerhard Mörsch, Geschäftsbereichsleiter Regionalentwicklung/Biosphäre Bliesgau, erklärte, dass zwei Sanierungsabschnitte geplant seien. Die Kosten für die Strecke Limbach bis Wörschweiler teilten sich der Saarpfalz-Kreis und die Stadt Homburg. Für den Abschnitt von Wörschweiler bis Bierbach, der zum Saarland-Radweg gehört, käme in voller Höhe der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) auf.

„Nach neuester Kostenschätzung würden für den Kreis etwa 86000 Euro fällig“, so Dr. Mörsch.

Der Kreistag stimmte über die Sanierung des Radwegeabschnitts zwischen Limbach und Bierbach unter finanzieller Beteiligung der Kreisstadt Homburg und des LfS zu.

Seine Zustimmung gab der Kreistag auch für überplanmäßige Aufwendungen im Haushaltsjahr 2017 in Höhe von 1,35 Millionen Euro. Hans Peter-Engel, Geschäftsbereichsleiter Finanzen, Immobilien und Schulverwaltung, möchte dies nicht als ein Defizit in gleicher Höhe verstanden wissen. Im vergangenen Jahr habe es auch überplanmäßige Einnahmen gegeben, so dass das Haushaltsjahr 2017 voraussichtlich mit einem Plus abgeschlossen werden könne, informierte Hans-Peter Engel.

red./jj

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