Dreizügiger Ausbau in Planung

Regionalverband wird mit Quierschied über Finanzierung neuer Sporthalle reden

QUIERSCHIED Die Gemeinschaftsschule Quierschied soll zu einer dreizügigen Gebundenen Ganztagsschule ausgebaut werden. Damit hat die Regionalversammlung in ihrer jüngsten Sitzung den Beschluss aus dem Jahr 2017 abgeändert, in dem noch für zwei Zügen geplant worden ist. Grund für die erweiterten Planungen sind die steigenden Schülerzahlen. Denn nach der Prognose des Bildungsministeriums ist in den kommenden Jahren mit einer stabilen Drei-Zügigkeit zu rechnen. Für den Umbau des bestehenden Schulgebäudes und für den notwendigen Erweiterungsbau rechnet der Regionalverband mit Kosten von bis zu 5,4 Millionen Euro. Für den Neubau einer 2-Feld-Sporthalle wären zusätzlich weitere 4 bis 5 Millionen Euro nötig.

Die Baumaßnahmen beinhalten die erforderlichen Umbauten für den Ganztagsbetrieb im bestehenden Schulgebäude sowie die Schaffung einer Mensa mit Küchenbereich. Diese soll im Bereich der bestehenden Durchfahrt zum Innenhof entstehen und ist auch für die dreizügige Schule groß genug. Diese Baumaßnahmen kosten insgesamt 2,5 Millionen Euro, wovon 90 Prozent über ein Zuschussprogramm des Bundes gefördert werden. Die für die Drei-Zügigkeit nötigen zusätzlichen Unterrichtsräume sollen in einem rund 950 Quadratmeter großen Erweiterungsbau entstehen. Für diesen Anbau geht der Regionalverband von Baukosten von bis zu 2,9 Millionen Euro aus.

Die Regionalversammlung hat auch die Bereitschaft erklärt, sich am Neubau einer 2-Feld-Sporthalle zu beteiligen. Der Regionalverband möchte mit der Gemeinde Quierschied in Gespräche über eine mögliche Sanierung der bestehenden Sporthalle eintreten und die Finanzierung eines eventuellen Neubaus einer Sporthalle mit Land und Gemeinde ­klären.

Aktuell nutzt die Schule die benachbarte Sporthalle, die der Gemeinde gehört und einen hohen technischen und energetischen Sanierungsbedarf aufweist. In dem Gebäude befindet sich auch das ehemalige Wellenbad, das bereits 2010 aufgrund eines hohen Sanierungsstaus geschlossen wurde. Nach Ansicht von Regionalverbandsdirektor Peter Gillo muss hier eine Lösung gemeinsam mit der Gemeinde Quierschied gefunden werden: „Der Raum des ehemaligen Wellenbades ist für eine schulische Nutzung nicht geeignet und die Sanierungskosten für das Gebäude aus den 70er Jahren nur sehr schwer zu beziffern. Ich würde es begrüßen, wenn die Gemeinde Quierschied den Abbruch des Gebäudes in Erwägung zieht und gemeinsam mit uns eine neue Sporthalle baut, die dann sowohl unserer Schule wie auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung steht.“ red./jb

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