Dreimonatige Rund-um-die-Uhr-Besetzung

Temporäre Rettungswache sichert Versorgung während Sanierung der L 478

SÜDWESTPFALZ Wie die Kreisverwaltung Südwestpfalz mitteilt, muss die L 478 zwischen Rumbach und der L 488 dringend saniert werden. Für diese Arbeiten ist es unausweichlich, die Strecke für den gesamten Fahrzeugverkehr zu sperren. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) teilt mit, dass die Arbeiten am 31. August beginnen und etwa drei Monate andauern werden.

In verschiedenen Gesprächen vorab hatte Landrätin Dr. Susanne Ganster bereits betont, dass auch während dieser Baumaßnahme die rettungsdienstliche Versorgung für die Bevölkerung im Sauertal gewährleistet bleiben muss. Dies wird nun durch eine temporäre Rettungswache in Fischbach sichergestellt. „Aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreiten kann die Strecke nur unter Vollsperrung saniert werden“, erläutert Richard Lutz, Leiter des LBM in Kaiserlautern. „Eine halbseitige Verkehrsführung ist wegen der vorhandenen Gegebenheiten nicht möglich.“

Umleitungsstrecke

Folgende Umleitungsstrecke wird ausgeschildert: Fischbach bei Dahn – L 487– Salzwoog – L 486 – B 427 – Dahn – B 427 – Reichenbach – L 489 – Bundenthal. Ebenso in umgekehrter Richtung. Lkw werden über Langmühle, Glashütte und den Eselssteig geführt, um die Engstellen auf der ausgeschilderten Umleitungsstrecke zu entschärfen.

Die L 478 wird ab Rumbach in Richtung Fischbach bei Dahn auf eine Gesamtlänge von ca. 4,5 km umfangreich saniert. Die Maßnahme wurde öffentlich ausgeschrieben und der Bauauftrag wurde an die Firma Backes aus Tholey vergeben. Die Kosten belaufen sich auf rund 1 Million Euro. Für die auftretenden Verkehrsbehinderungen durch die Baumaßnahme bittet der LBM vielmals um das Verständnis aller Verkehrsteilnehmer und Betroffenen im Sauertal.

Sonderregelung

Da von Bundenthal aus die rettungsdienstliche Versorgung innerhalb der gesetzlichen Hilfeleistungsfrist nicht mehr gewährleistet werden kann, hat die Rettungsdienstbehörde in Abstimmung mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Dr. Fred Blaschke und den vor Ort tätigen Hilfsorganisationen eine für die Baumaßnahmen geltende Sonderregelung vereinbart. Um die Erstversorgung in den Sauertalgemeinden Ludwigswinkel, Fischbach, Schönau, Petersbächel, Gebüg und Hirschthal sicherzustellen, wird ein Rettungswagen rund um die Uhr in Fischbach bei Dahn stationiert. Der Betrieb dieses Rettungsmittels wird durch den DRK Rettungsdienst Südpfalz für die Dauer der Vollsperrung sichergestellt.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam eine Lösung finden konnten, mit der die Standards und die Qualität bei der Versorgung durch den Rettungsdienst erhalten bleibt“, zeigt sich die Landrätin mit dem Ergebnis zufrieden. „Es war für uns ein absoluter Kraftakt, in so kurzer Zeit die organisatorische und personelle Umsetzung zu erreichen“, betonte Jürgen See, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Südpfalz. See dankte ausdrücklich dem Leitungsteam unter Führung von Achim Bayer und dem Betriebsratsvorsitzenden Andreas Wilde für das konstruktive Zusammenwirken mit der Arbeitnehmervertretung. Die personelle Besetzung gestaltet sich nicht einfach. Wie in viele Branchen besteht auch im Rettungsdienst ein Mangel an Fachkräften. Zudem mussten Erholungsurlaube der DRK-Belegschaft verlagert werden. Die Maßnahme fällt ins 3. und 4. Quartal, den Zeitraum, in welchen aufgrund der Einsätze in der Corona-Pandemie, Urlaube aufgeschoben wurden.

Infrastruktur dem Bedarf angepasst

Besetzt wird die Wache in Fischbach mit Personal der DRK-Rettungswachen Pirmasens und Bundenthal-Hauenstein. Für die dreimonatige Rund-um-die-Uhr-Besetzung des Rettungswagens in Fischbach müssen etwa 4400 Dienststunden mit einem Einsatzfahrzeug aus dem aktiven Fahrzeugbestand geleistet werden. Untergebracht wird die Rettungswache in den Räumen der ehemaligen Arztpraxis Dr. Lebherz in Fischbach. Dort konnte sich das DRK für den notwendigen Zeitraum einmieten und die Infrastruktur dem Bedarf anpassen. red./dos

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