Doppelter Nachwuchs im Köllertal

Die beiden Steppenrinder-Kälber können nun in der wärmeren Jahreszeit aufwachsen

Köllertal. Große Freude beim NABU Köllertal und den Steppenrinder-Betreuern Peter Telli, Marian Becker, Bernd Johannes, Sebastian Mann und Björn Flierl: es gibt zweifachen Nachwuchs bei den aus Ungarn stammenden Graurindern.

Sie zählen zu den Robustrinderrassen und beweiden ganzjährig seit 2015 die Köllertalaue zwischen Etzenhofen und Walpershofen. Steppenrinder sind für ihre Leichtkalbigkeit bekannt: die Geburten finden problemlos auf der Weide statt, auch das Anbringen der Ohrmarken war in diesem Jahr für die Tiere stressfrei. Die beiden Kälber (eins männlich, eins weiblich) können jetzt bei guten Bedingungen in der warmen Jahreszeit aufwachsen.

Die Herde wird dadurch jedoch nicht größer, denn die beiden weiblichen Jungtiere aus dem Vorjahr werden wieder an den Hufhof in Nohfelden-Eiweiler verkauft. Auf dem Bioland-Betrieb am Petersberg gehören sie dann zu einer großen Steppenrinderherde, die mithilft, die Landschaft auf Saarlands höchstem Berg frei zuhalten und damit Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Steppenrinder werden immer mehr als gute Futterverwerter und Landschaftspfleger geschätzt, denn sie kommen gut mit hartem Gras und auch mit Feuchtigkeit zurecht.

Lediglich im Winterhalbjahr muss zugefüttert werden und das sind dann etwa 700 Ballen Heu, die für die Herde notwendig sind. Wer das Beweidungsprojekt unterstützen will, kann deshalb eine Patenschaft für die Steppenrinder übernehmen. Weitere Infos beim NABU-Vorsitzenden HJ Schmidt, Tel. (06898) 65710. red./dos

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