Digitale Kontaktrückverfolgung

Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises hat Zugang zur luca-App

Saarpfalz-Kreis. Das Saarland setzt auf die luca-App und das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises ist mit an Bord. Auch Gastronomie, Einzelhandel, Arztpraxen, Hotels und weitere Einrichtungen im Saarpfalz-Kreis können die luca-App kostenfrei für die digitale Kontaktnachverfolgung einsetzen. Die App hat drei zentrale Schnittstellen – die Nutzer, die Gastgeber beziehungsweise die Betriebe sowie die Gesundheitsämter. Je mehr Menschen auch im Saarpfalz-Kreis die luca-App verwenden, umso erfolgreicher gelingt eine schnelle Kontaktrückverfolgung.

Wie funktioniert die App?

Als Nutzer/Gast meldet man sich einmal in der App mit den persönlichen Daten auf dem eigenen Smartphone an. luca generiert einen sich minütlich ändernden QR-Code, der dem Endgerät zugeordnet ist. Mit diesem „Pass“ kann man sich dann in verschiedene Örtlichkeiten einchecken – egal, ob Wochenmarkt, Kirche, Restaurant, Geschäft oder Familientreffen. Alles was der Gastgeber/Betrieb dafür benötigt, ist ebenfalls ein Handy mit der luca-App. Man checkt sich also per Scan bei dem Gastgeber/Betrieb ein und wird dann zum Beispiel automatisch ausgeloggt, wenn man den Ort wieder verlässt.

Die Daten der Gäste und Nutzer sind verschlüsselt, sodass sie weder von den Gastgebern und Betrieben noch von anderen Gästen und Nutzern eingesehen werden können. Auch die luca-Betreiber selbst haben zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Daten.

Kommt es dann zu einem Infektionsfall, werden die Gäste und Nutzer, die sich zu dem jeweiligen Zeitpunkt an derselben Örtlichkeit wie die infizierte Person aufgehalten haben, benachrichtigt. Zudem wird parallel das jeweilige Gesundheitsamt benachrichtigt, welches dann die Gästelisten des relevanten Tages bei den Gastgebern und Betrieben anfragt und nach Freigabe durch den Gastgeber und Betrieb auf die persönlichen Daten der Gäste und Nutzer zugreifen kann. Zusätzlich können Gäste und Nutzer private Treffen in der luca-App aufnehmen, somit also eine persönliche Kontakt- und Besuchshistorie. Die Daten werden nicht an das Gesundheitsamt geschickt, aber dienen in einem Infektionsfall als Gedankenstütze.

Der Kreis wird über die Verteilung der Schlüsselanhänger informieren, sobald diese vorrätig sind und das Verteilprozedere feststeht.

Mehr Infos unter www.saarland.de oder unter www.saarpfalz-kreis.de red./jj

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