„Digitale Bildung jetzt realisieren“

SPD-Kreisverband fordert die Tablets für alle Schüler im Landkreis Saarlouis

SAARLOUIS Als Konsequenz aus den jüngsten Erfahrungen mit der Corona-bedingten Umstellung auf Online-Unterricht bzw. „Home-Schooling“ fordert der SPD-Kreisverband Saarlouis eine Digitalisierungsoffensive für alle weiterführenden Schulen im Landkreis Saarlouis. Dafür müssten Kreis- und Landesebene nun mutig voran gehen, erklärt der bildungspolitische Sprecher des SPD-Kreisverbandes, Ralf Frank: „Digitales Lernen kann nur funktionieren, wenn die Schüler auch mit der nötigen Hardware ausgestattet werden. Ohne Tablet oder Laptop sind auch die besten Online-Lernkonzepte wirkungslos. Wem die Geräte zur Teilhabe an der digitalen Welt fehlen, der wird abgehängt.“

Die klare Forderung der Sozialdemokraten im Kreis lautet deshalb: Jedem Schüler im Landkreis Saarlouis soll ein eigenes Tablet zur Verfügung gestellt werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass wirklich alle Kinder von den bereits bestehenden und zum Teil sehr guten Online-Angeboten der Schulen profitieren. Das sei pädagogisch überlegt, gerecht und nachhaltig.

„Bildungsgerechtigkeit bedeutet gleicher Zugang zu Lerninhalten für alle – das gilt auch und gerade in Zeiten von Corona“, so Frank.

Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes, Timo Ahr, betont zudem die Wichtigkeit von Digitalkompetenzen für den späteren Erfolg im Beruf: „Bildung hat die Aufgabe, junge Menschen auf den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Wenn immer mehr Lebensbereiche durch die Digitalisierung bestimmt werden, muss sich das Bildungssystem daran anpassen. Gerade die Wirtschaft im Industrielandkreis Saarlouis kann von einer gerechten und nachhaltigen Digitalisierungsstrategie in den Schulen enorm profitieren.“

Finanziert werden könne das Vorhaben laut SPD-Kreisverband aus laufenden Bundesprogrammen sowie aus Mitteln von Kreis- und Landesebene. Das aktuelle Sofortprogramm des Bundes stellt dem Saarland rund sechs Millionen Euro für die Ausstattung bedürftiger Schüler mit mobilen Endgeräten bereit. „Jetzt haben wir die einmalige Gelegenheit, den Einstieg in eine flächendeckende Versorgung mit Tablets oder Laptops anzugehen“, so der bildungspolitische Sprecher Ralf Frank. Die weitere Finanzierung müsse über die Landesebene und den Landkreis sichergestellt werden. Dabei schlägt der SPD-Kreisverband vor, eine geregelte Ausgabe von Tablets an alle Schüler über das bewährte System der Schulbuchausleihe im Landkreises zu steuern.red./ti

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