Dieser Entschluss fiel nicht leicht

Veranstalter verschieben das „Saarländische Mosel-Weinfest“ in das nächste Jahr

NENNIG/PERL Jetzt hat der Covid-19-Virus auch das Saarländische Mosel-Weinfest ausgebremst. Die 43. Ausgabe dieses Traditionsfestes im Dreiländereck findet nun erst am 21./22./23. August 2021, also erst im nächsten Jahr, statt.

„Es gibt Termine im Jahr, auf die man sich besonders freut, und dazu gehört seit vielen Jahren unser Weinfest in Nennig“, erklärte jetzt der Vorsitzende des Festausschusses, Karl Fuchs.

Die Fest-Absage schweren Herzens beschlossen

„Da uns die aktuellen Umstände es nicht gestatten, das Fest in seiner bestehenden Form in diesem Spätsommer zu veranstalten, haben wir uns schweren Herzens entschlossen, es ins nächste Jahr zu verschieben“, erklärte Fuchs jetzt im Weingut Gales in Nennig im Beisein seiner Vorstandskollegen Peter Petgen (stellvertretender Vorsitzender), Peter Bach (Schriftführer), Pia Henkes (Kassiererin und Vorsitzende der Winzergilde) und Martina Maas (Beisitzerin und ehemalige Weinkönigin 85/86) sowie Winzer und Gastgeber Edgar Gales. Auch eine Verschiebung in den Herbst war nicht möglich, da Großveranstaltungen bis Ende Oktober untersagt sind, wobei sich viele fragen, wie eine Großveranstaltung definiert wird.

Karl Fuchs und seine Mitstreiter konnten aber auch mit einigen guten Nachrichten aufwarten. Das Programm des „43. Saarländischen Mosel-Weinfestes“ steht bereits. Ganz so schwierig war dies allerdings nicht, denn das bestehende Programm wird komplett übernommen. Auch der Schirmherr bleibt mit Ministerpräsident Tobias Hans der gleiche.

Corona sorgte zudem für ein weiteres Novum: Weinkönigin Chiara und ihre Prinzessin Mariella bleiben für ein weiteres Jahr im Amt und werden erst beim Weinfest 2021 ihre Regentschaft an ihre Nachfolgerinnen abgeben. Das bestens eingespielte Duo freut sich auf diese unverhoffte Verlängerung ihrer Amtszeit, schließlich hatten sie außer ihrer Amtseinführung und dem Besuch der „Grünen Woche“ in Berlin bislang so gut wie keine Gelegenheit, den saarländischen Wein zu repräsentieren.

Auch wenn Corona bedingt der „Saarländische Weinsommer“ 2020 mit seinen vielen stimmungsvollen Hof- und Kellerfesten in den saarländischen Weingütern ausfallen muss, nach den Worten von Peter Petgen bei den saarländischen Winzer alles beim Alten. Der Verkauf der hervorragenden letzten Jahrgänge läuft auf Hochtouren, und sogar Weinproben sind möglich, allerdings unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsregeln.

Zudem sind die Winzer derzeit in ihren Weinbergen voll gefordert, denn jetzt ist die arbeitsintensive Zeit. Nach der zu Ende gehenden Weinblüte muss laut Peter Petgen die Laubwand aufgeheftet und aufgebunden werden. Neben den Bodenarbeiten steht auch das Anbinden der Pflanzen in den Junganlagen sowie das Entfernen der Stocktriebe auf dem Programm – alles wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte im Herbst.

Saarländische Winzer bleiben zuversichtlich

Trotz der Coronakrise sehen die saarländischen Winzer noch zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn der Ausfall der Hof- und Kellerfeste in den Weingütern für nicht unerhebliche Einnahmeverluste sorgt, ist die Nachfrage nach dem guten saarländischen Wein so hoch wie selten.

„Und bei der hervorragenden Qualität unseres Weines brauchen wir in der Tat keine ausländische Konkurrenz zu fürchten“, betont Winzer Peter Petgen vom Weingut Karl Petgen in Nennig und schließt dabei alle seine heimischen Kollegen ausdrücklich mit ein.rr

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