Diese Angewohnheiten schlagen auf die Gesundheit

Es sind schleichende Prozesse, die sich einen eigenen Weg ins Leben suchen und zu Gewohnheiten werden. Oft werden sie gar nicht als solche erkannt, dabei haben sie einen Einfluss auf die Gesundheit. Müdigkeit, Unwohlsein, Verspannungen oder auch schlechte Blutwerte sind das Ergebnis. Dabei lassen sich einige Angewohnheiten ganz schnell in den Griff bekommen.

Süße Getränke in großen Mengen

Ebenfalls eine ungesunde Angewohnheit ist es, süße Getränke nicht als außergewöhnliches Extra zu sehen, sondern täglich darauf zurückzugreifen. Es gibt Studien, welche aufzeigen, dass es einen Hinweis auf eine Verbindung zwischen Herzproblemen und dem hohen Konsum von Süßgetränken. Generell ist der Konsum von Zucker in hohen Mengen für die Gesundheit eine Belastung. Über die Getränke wird er jedoch oft aufgenommen, ohne dass es dem Konsumenten wirklich auffällt.

Um der Angewohnheit entgegenzuwirken kann diese langsam reduziert werden. Es bietet sich an, erst einmal auf mit Wasser aufgefüllte Säfte zurückzugreifen und dann langsam auf Tee und Wasser umzusteigen. Der komplette Verzicht auf süße Getränke ist nicht notwendig, sie sollten jedoch als Besonderheit gesehen und nicht täglich konsumiert werden.

Rauchen – eine Sucht, die oft unterschätzt wird

Eine der Angewohnheiten, die einen besonders starken Einfluss auf die Gesundheit hat, ist das Rauchen. Es handelt sich um eine Sucht, aus der es schwer ist, herauszukommen. Gerade dann, wenn es sehr schwerfällt, die Sucht hinter sich zu lassen, kann nach Alternativen und Änderungen geschaut werden. Die E-Zigarette ist einer der ersten Schritte, um sich das Rauchen abzugewöhnen. Die Auswahl eines seriösen Herstellers ist jedoch eine wichtige Grundlage, um Produkte zu finden, die der Gesundheit nicht schaden. Zudem sollte nach weiteren Alternativen geschaut werden. Es kann helfen, ans Bett ein Glas Wasser zu stellen und dieses gleich nach dem Aufwachen zu trinken. Das senkt den ersten Bedarf nach einer Zigarette.

Kaugummis und mundgerecht geschnittene Stücke aus Obst und Gemüse helfen, wenn sich zwischendurch die Lust auf eine Zigarette einstellt. Auch körperliche Aktivitäten sind eine wichtige Unterstützung. Wer seinen Körper an die eigenen Grenzen bringt, der lernt ihn neu kennen.

Zu wenig Bewegung ist schlecht für den Körper

In der heutigen Zeit sitzen viele Menschen oft zahlreiche Stunden am Tag. Das lässt sich meist durch die Arbeit nicht verhindern. Eine der häufigsten Angewohnheiten ist es jedoch, dagegen nicht vorzugehen. Auch Arbeit im Sitzen ist eine große Herausforderung für den Geist und es ist verständlich, dass die Entspannung dann im Vordergrund steht. Entspannung kann aber auch über Bewegung erreicht werden. Zwischen dem Sitzen sollten Pausen eingeplant werden, um sich zu bewegen. Das ist auch für das Gedächtnis eine große Hilfe. Gerade Cardio-Übungen sind eine gute Sache. Bei diesen wird darauf geachtet, dass die Frequenz des Herzschlags steigt. Wer noch etwas Anregung braucht, um sich wirklich in Bewegung versetzen zu können, der kann auch über ein Haustier nachdenken. Haustiere sind nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene eine Bereicherung.

Der erhöhte Konsum von Alkohol

Alkohol gilt als Genussmittel und als dieses sollte er auch angesehen werden. Wenn der Konsum zu einer Gewohnheit wird, dann ist dies nicht nur der erste Schritt in eine Sucht. Es kann auch auf Dauer die eigene Gesundheit schädigen. Es gibt zahlreiche Studien zu dem Thema. Diese besagen unter anderem, dass Alkohol in geringen Mengen für die Gesundheit sogar förderlich sein kann. Sobald die Menge jedoch zunimmt, ändert sich der Effekt. Um ungefähr eine Vorstellung davon zu bekommen, ab wann von einem erhöhten Konsum gesprochen wird, hat die Gesundheitsbehörde CDC hier Angaben gemacht. Für Frauen liegt ein erhöhter Konsum bei mehr als acht Gläsern Alkohol pro Woche. Da Männer in der Regel ein höheres Gewicht als Frauen haben, sind hier 15 Gläser pro Woche als Grenze vermerkt. Natürlich muss noch einmal individuell geschaut werden, inwieweit diese Angaben zu einem selbst passen.

Auch hierbei handelt es sich um eine Angewohnheit, die vielen Menschen so gar nicht bewusst ist. Das Glas Sekt auf der Arbeit mit den Kollegen, der Wein zum Abendessen oder das Bier bei einer Radtour im Biergarten – es gibt viele Gelegenheiten, bei denen zu Alkohol gegriffen wird. Kommt Alkohol als Durstlöscher zum Einsatz oder lässt sich ein geselliger Abend gar nicht mehr ohne ihn erleben, dann sollte schnell etwas geändert werden. Alkoholfreie Varianten sind eine erste Alternative, um die Angewohnheit abzulegen.

Kein Blick für eine ausgewogene Ernährung

Eine der wichtigsten Grundlagen für die Gesundheit ist die ausgewogene Ernährung. Dies bedeutet nicht, dass auf dem Teller nur Superfood, Obst und Gemüse landen sollten. Wichtig ist es, dem Körper alle Nährstoffe zuzuführen und den Konsum von Zucker einzuschränken. Genau dies erweist sich im Alltag jedoch oft als schwierig. Grund dafür ist, dass die Zeit fehlt. Viele Menschen greifen schnell zu einem Schokoriegel, wenn sich der Hunger zeigt. Ein fettiges Mittagessen, Fertiggerichte oder große Mengen in einem geringen Zeitraum belasten den Körper. Der erste Schritt ist es, sich die Angewohnheiten bewusst zu machen. Wann greife ich zu Fertiggerichten? Wie sieht mein Mittagessen aus? Was für Snacks nehme ich zwischendurch zu mir?

Schnell zeigen die Antworten auf diese Fragen, wo genau die Probleme liegen. Hilfreich ist es, sich in den ersten Wochen bewusst einen Essensplan zu machen und das Essen vorzubereiten. Gerade die Zubereitung von Obst und Gemüse nimmt meist viel Zeit in Anspruch, die zwischendurch bei der Arbeit fehlt. Ist der Apfel jedoch schon geschnitten, wird schnell darauf zurückgegriffen. Die Vorbereitung von Mittagessen und Abendbrot wird mit der Zeit deutlich leichter. Gesunde Suppen können in größeren Mengen gekocht und in Portionen eingefroren werden. Auch ein Salat lässt sich für den Abend oder den nächsten Tag schon vorbereiten. Zudem sollte auf eine ausreichende Zufuhr an Flüssigkeit geachtet werden.

Beine übereinanderschlagen – kleine Angewohnheit mit großer Wirkung

Wer sich selbst ein wenig beobachtet, der wird schnell feststellen, dass diese Angewohnheit vorhanden ist. Im Sitzen werden die Beine übereinandergeschlagen. Vor allem Frauen haben diese Gewohnheit. Übereinander geschlagene Beine gelten als feminin und sind von Frauen häufig auch eine Schutzhandlung. Bei dieser Position passiert jedoch viel im Körper. Durch die Beine, die übereinander liegen, wird die Durchblutung gestört. Auf die Dauer kann das die Venen schädigen und für ein erhöhtes Risiko an Thrombose führen. Zudem ist die Sitzhaltung in der Position nicht optimal. Der Körper nimmt eine schräge Stellung ein, die Muskeln verspannen sich und es kann zu Haltungsschäden kommen. Um dies zu verhindern, sollte bewusst auf eine gerade Sitzhaltung geachtet werden.

Es kostet Zeit, sich umzugewöhnen. Die wichtigste Grundlage ist ein ergonomisch optimaler Stuhl. Dieser lässt sich in der Höhe anpassen. Beide Beine sollten in einem geraden Winkel stehen, die Füße sind fest auf dem Boden. Der Rücken ist gerade. Eine Lendenstütze kann dabei helfen, diese Position beizubehalten. Regelmäßig aufzustehen und sich zu bewegen hilft dabei, gegen die Gewohnheit anzugehen.

Fazit – Angewohnheiten lassen sich anpassen

Schlechte oder ungesunde Angewohnheiten prägen häufig den Alltag und stellen sich schleichend ein. Sie lassen sich – mit etwas Aufwand – jedoch auch wieder in den Griff bekommen. Zugleich ist es sinnvoll, über eine mögliche Prävention nachzudenken und auf diese Weise die Gesundheit dauerhaft zu stabilisieren. Der erste Schritt ist es, sich bewusst zu machen, welche Angewohnheiten für die Gesundheit möglicherweise nicht optimal sind und welche Ansprüche selbst an die Gesundheit gestellt werden. Die Erkenntnis hilft dabei, die ersten Wochen bei der Umstellung von Angewohnheiten durchzuhalten und so die eigene Lebensweise zu ändern.

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