„Die Welt ist nicht genug“

Weihbischof Robert Brahm firmt 192 junge Leute im Dekanat Losheim-Wadern

RAPPWEILER 192 jungen Christen aus Losheim am See, Wadern und Weiskirchen hat Weihbischof Robert Brahm in drei festlichen Gottesdiensten die Firmung gespendet. Rund die Hälfte der Firmbewerber aus den Pfarreien im Dekanat Losheim-Wadern waren in die Kirche der Jugend „Mia“ nach Rappweiler gekommen. Weitere Firmungen gab es in Wadern in Allerheiligen und Wahlen in St. Helena.

Drei Firm-Gottesdienst in der Hochwald-Region

Unter dem Motto „Die Welt ist nicht genug“ hatte für die jungen Leute die Vorbereitung auf die Firmung mit einem „Chillout-Gottesdienst“ begonnen. Zu Beginn des Firmgottesdienstes in Rappweiler gaben Franziska und Jule Weihbischof Brahm und der Gemeinde einen kleinen Einblick in diese Zeit. Die Jugendlichen waren eingeladen, sich in unterschiedlichsten Angeboten mit den Themen „Gottesdienst“, „Caritas“ und „Lebensthemen“ zu beschäftigen.

Das reichte vom Besuch im KZ Hinzert über Taizé-Gebete, „Kirche im Kino“, ein Eine-Welt-Projekt, bis zum Gottesdienst am Noswendeler See, der Beteiligung an der Bolivienaktion oder Besuchen im Altersheim. Gemeinsam habe man im „aufregend anderen“ Firmkurs viel erlebt und gemeinsam und persönlich Antworten auf die Frage gesucht, welche Rolle Gott in unserem Leben spielt.

Vorbereitet und geleitet wurde diese Zeit von Gemeindereferentin Barbara Jung, Pastoralreferent Karl-Josef Schmitt und Gemeindereferent Jörg Mang, gemeinsam mit 30 Ehrenamtlichen aus den Gemeinden des Dekanates.

In seiner Festpredigt lud Weihbischof Brahm die jungen Leute ein, sich an der weltweiten Kettenreaktion zu beteiligen, die Jesu vor 2000 Jahren ausgelöst habe. Jesus sei auf die Straße gegangen und habe andere Verhältnisse gefordert. Es sei ihm um Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit gegangen und die Änderung des Klimas unter den Menschen. Dabei sei Jesus auf alle zugegangen, die frei sein wollten, habe die Kranken geheilt und neu und anders von Gott erzählt um die Menschen von ihm zu begeistern. „Jetzt seid Ihr dran von der Sache Jesu weiter zu erzählen“, sagte Brahm.

Er bat die jungen Leute, für das einzutreten, was sie für ihr Leben als wichtig erkannt haben und sich für andere einzusetzen. Das könne das Eintreten für Mitschüler sein, oder das Engagement für den Klimaschutz. Jeder habe eine Gabe, die anderen helfe und die Gemeinschaft nach vorne bringe. „Wenn wir so handeln, springt Gottes Geist auf uns über und es beginnt eine Kettenreaktion, die nicht aufzuhalten ist“, sagte Brahm: „Immer wenn wir Position beziehen, müssen wir mit Gegenwind rechnen. Aber der Sturm des Heiligen Geistes will alle Angst von uns nehmen, weil wir alle an einem Strang ziehen“.

„Wer Position bezieht, muss mit Gegenwind rechnen“

Der Firmgottesdienst in Rappweiler mit Weihbischof Brahm, Dechant Hans-Jürgen Bier, Pfarrer Leo Koch (Weiskirchen) und Pfarrer Stefan Sänger (Wadern) wurde musikalisch gestaltet vom Chor „Sing and Pray“ unter der Leitung von Thomas Müller.red./ti

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