Die Vielfalt der Kulturen erlebt

Das Begegnungsfest auf dem Schlossplatz machte seinem Namen alle Ehre

ZWEIBRÜCKEN Zweibrücken ist bunt und vielfältig. Bei dem Begegnungsfest auf dem Schlossplatz begegneten sich Menschen unterschiedlichster Herkunft. Viele von ihnen fallen im Alltagsleben in der ehemaligen Herzogstadt kaum auf. „Wir sind zum dritten Mal dabei“, erklärt die Spanierin Dori Yanez, die mit ihrer Familie von Gran Canaria stammt.

Ihren großen, in den Nationalfarben gelb-rot weithin sichtbaren Stand, betrieben Zweibrücker Spanier unterschiedlichster Herkunft, um mit zwei Sorten Paella, Tapas, süßen Köstlichkeiten, Weinen und Spirituosen die Kulinarik und Vielfalt ihrer Heimat zu präsentieren. Auch am Stand der Familien aus dem afrikanischen Eritrea gab es Fladenbrot und den typischen, mit Ingwer versetzten Kaffee. Die kulinarische Vielfalt von Asiatisch über Arabisch oder Peruanisch bis Russisch lies keine wünsche offen.

Als Publikumsmagnet erwies sich einmal mehr Elmiras Orient. Das Bauchtanzstudio begeisterte mit seinen zahlreichen Gruppen von Kleinkindern bis zu Senioren, seinen farbenprächtigen Kostümen und seinen unterschiedlichen Stilrichtungen von klassischem Bauchtanz über moderne Fantasy bis hin zu Folklore. Petrus hatte ein Einsehen und schenkte an diesem regnerischen Samstag über Mittag zwei Stunden Trockenheit und Sonne. Davon profitierte auch die Herzog-Wolfgang-Realschule plus. Die Schüler präsentierten ihr Streetart-Projekt „In kulturellen Begegnungen Grenzen überwinden“, indem sie bunte Buttons erstellten und verteilten.

Währenddessen hatte die elfjährige Lara Leonie Schwendler im Rahmen des Projekts „Biotopia“ des DRK ein Salatpflänzchen eingetopft und die Topfhülle gestaltet. Zufrieden war auch die Hauptorganisatorin, Gertrud Schanne-Raab, angesichts des gut gefüllten Schlossplatzes und der guten Stimmung an allen Ständen und vor der großen Bühne mit dem abwechslungsreichen kulturellen Programm. Sie freute sich über die vielen Stände, die den gesamten Schlossplatz ringsherum säumten und alle gut frequentiert waren.

Der Esperanto-Club Zweibrücken warb nicht nur im Zelt für die außergewöhnliche Weltsprache. Der Z.M.O.-Chor, „Zusammenleben Mit Osteuropa“, der das interkulturelle Begegnungsfest seiner Zeit ins Leben gerufen hatte, machte mit seinen Liedern darauf aufmerksam. „Esperanto erleichtert die Übersetzung zwischen allen Sprachen“, weiß Peter Schulz, der selbst die Sprache erlernt und dadurch Bekannte in aller Welt hat.

Begegnung gab es nicht nur zwischen den Nationalitäten. Mit ihrem Stand und ihrem bewunderten Rollstuhltanz integrierte sich auch die Lebenshilfe als Organisation für Menschen mit Handicap. Einen Beitrag zum interkulturellen Frieden leistete das Fest auch am Stand „Patennetz für Flüchtlinge und Integration“. Mit Rula, Malak und Iman verteilten hier Frauen kurdischer und arabischer Abstammung aus Syrien gemeinsam von den selbst gekochten Köstlichkeiten. cvw

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