„Die Röchlings und die Völklinger Hütte“

Öffentliche Führungen zur Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

VÖLKLINGEN Die Geschichte der Völklinger Hütte ist mit einer Familie verbunden: den Röchlings. Die Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ erzählt die mehr als 100-jährige Geschichte der Völklinger Hütte im Spiegel der handelnden Personen aus der Gründer- und Eigentümerfamilie Röchling. In der Sinteranlage des Weltkulturerbes Völklinger Hütte hat die Ausstellung seit Sommer 2019 ihren festen Platz.

Im März bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte öffentliche Führungen zur Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“. Die Führungen zeigen die neu erschlossenen Bereiche der Sinteranlage, in der sich die Ausstellung befindet und erklären die Geschichte der Völklinger Hütte und der Röchlings. Die Führungen starten am Freitag, dem 6., 13., 20. und 27. März, jeweils um 16 Uhr. Diese Führungen zur Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ sind kostenfrei.

Die Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ spannt einen Bogen von den Gründungstagen der Völklinger Hütte unter dem Industriepatriarchen Carl Röchling bis hin zur Nachkriegszeit. Sie erzählt von den Innovationen der Völklinger Hütte unter den Röchlings, von wirtschaftlichen Erfolgen und sozialen Einrichtungen. Die Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ thematisiert die tiefen Schattenseiten wie den Einsatz von Zwangsarbeitern in zwei Weltkriegen und die Nähe Hermann Röchlings zu Adolf Hitler und den Nationalsozialisten.

Die Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ bildet mit dem UNESCO BesucherZentrum, der Installation „Die Zwangsarbeiter – Erinnerungsort in der Völklinger Hütte“ des Weltkünstlers Christian Boltanski und der Präsentation der historischen Forschung zu den Zwangsarbeitern in der Völklinger Hütte eine thematische Einheit. Diese historischen Themen durchziehen alle Gebäudeebenen der Sinteranlage. Diese ist eine der technisch herausragenden Gebäude der Völklinger Hütte. In ihr wurden Reststoffe des Verhüttungsprozesses wie Feinerz und Gichtstaub für den Hochofenprozess nutzbar gemacht. Die Sinteranlage der Völklinger Hütte war zur Zeit ihrer Entstehung im Jahr 1928 eine der modernsten und größten Sinteranlagen Europas. red./jb

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