„Die Richterin und die tote Archäologin“

Lesung mit Krimiautorin Liliane Fontaine in der Stadtbibliothek Saarlouis

SAARLOUIS Die erfolgreiche Kriminalautorin Liliane Fontaine ist am Donnerstag, 23. Mai, zu Gast in ihrer Geburtsstadt Saarlouis. Sie liest um 19.30 Uhr aus ihrem neusten, gerade erst erschienenen Kriminalroman „Die Richterin und die tote Archäologin“ in der Stadtbibliothek Saarlouis im Theater am Ring.

Liliane Fontaine ist der Geburtsname der Krimiautorin und Kunsthistorikerin Liliane Skalecki. Sie ist in Saarlouis geboren und dort zur Schule gegangen. Nach einer Banklehre studierte sie Kunstgeschichte, Klassische und Vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes mit Abschluss zum Dr. phil. Seit 2001 lebt sie mit ihrer Familie in Bremen.

Liliane Fontaine besitzt französische Wurzeln und lebt viele Wochen des Jahres in der Nähe von Nîmes, kennt Kultur, Land und Leute und das Savoir-vivre.

Zusammen mit Biggi Rist hat sie mehrere erfolgreiche Kriminalromane geschrieben, die in Bremen und am Bodensee spielen. 2018 ist im Gemeiner Verlag ihr siebter gemeinsamer Roman „Elitewahn“ erschienen

Ihre Solo-Romane unter ihrem Geburtsnamen Liliane Fontaine sind in Südfrankreich angesiedelt und haben eine weibliche starke Hauptfigur, die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt aus Nîmes.

Nach dem Erfolg ihres ersten Frankreichkrimis „Die Richterin und die Tote vom Pont du Gard“ der im Piper Verlag, München letztes Jahr erschienen ist, folgte Anfang Februar der zweite Boncourt Roman „Die Richterin und die tote Archäologin“.

Untersuchungsrichterin in Südfrankreich

Mathilde de Boncourt ist eine ganz besondere Frau und außergewöhnliche Ermittlerin, die auf einem Weingut in der Nähe von Saint-Gilles zuhause ist. Sie liebt ihr Land, ihre Region, ihre Kultur. Mit vielfältigen Kompetenzen ausgestattet, ist sie zusammen mit ihrem Team, Commandant Rachid Bouraada und Lieutenant Felix Tourrain, dem Verbrechen auf der Spur.

Das Privatleben der Ermittler nimmt durch ausführliche Nebenhandlungen viel Zeit in Anspruch, so dass die aktuellen Mordfälle manchmal scheinbar zur Nebensache werden. Dies nimmt man aber gerne in Kauf, da die Autorin, als eine ausgezeichnete Kennerin Südfrankreichs und seiner Lebensart die Leser auf unterhaltsame Weise fesselt. Die Beschreibungen wecken Fernweh und Interesse an der Region und ihren Menschen.

In ihrem zweiten Fall geht es um den Mord an der Archäologin Flavia Leone.

Languedoc, Südfrankeich: ein ominöser Mord an einer Archäologin, ein toter Kapitän, ein geheimnisvolles antikes Artefakt - ein außergewöhnlicher Fall für Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt. Auf dem Gelände einer archäologischen Grabung wird die Leiche der Flavia Leones gefunden. Die Archäologin ist erstickt worden, und auf ihrem Gesicht liegt die Nachbildung einer antiken Totenmaske.

Einige Tage später wird in Sète die Leiche von Flavias Mann entdeckt, Kapitän auf einem Cargoschiff. Bei den gerichtsmedizinischen Untersuchungen stellt sich heraus, dass das Paar auf die gleiche Art am selben Tag den Tod gefunden hat.

Madame le Juge Mathilde de Boncourt, Commandant Rachid Bouraada und Lieutenant Felix Tourrain von der Police Judiciaire in Nîmes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen auf jede Menge Ungereimtheiten. Die Spuren führen in ganz verschiedene Richtungen und es ist nicht einfach Motive für beide Morde zu finden.

Liliane Fontaine lässt die Leser mit den Ermittlern Südfrankreich erleben und nebenbei auch manches aus der römischen Geschichte der Region lernen. Auch für erfahrene Krimleser birgt das Ende noch Überraschungen und vor allen Dingen bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Man freut sich schon auf ihren dritten Roman. red./am

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