Die Mecherner pflegen ihr Brauchtum

Brotsegnung am Fest des Kirchenpatrons St. Quiriakus, genannt „Bopendaach“

MECHERN In diesem Jahr feiern wir den „Bopendaach“ am Sonntag, 11. März, und wie in jedem Jahr wird in Mechern das Fest des heiligen Quiriakus mit einem Festhochamt und der traditionellen Brotsegnung, um 10.30 Uhr gefeiert. Nach dem Gottesdienst wird gesegnetes Brot an die Besucher verteilt und ins Vereinshaus zum Frühschoppen eingeladen.

In früheren Zeiten kamen Pilger mit ihren Kindern nach Mechern zum Fest des heiligen Quiriakus, der auch der Schutzpatron der Kinder ist.

Man sagt, die reichen Bauern hätten das Brot für die Pilger gespendet, die zu Fuß nach Mechern kamen. Dieses Brot, Bopen genannt, wurde im Festgottesdienst gesegnet, danach verteilte man dieses gute Brot (bon pain) an die zahlreichen Pilger.

Dieser Brauch hat sich bis heute gehalten und wird in jedem Jahr gefeiert und ist einzigartig in der Region. Früher wurde das Fest am 6. März, dem Namenstag des Kirchenpatrons, gefeiert und war auch in der Woche ein großer Festtag für die Bürger. Viele Männer gingen nicht zur Arbeit und die Schulkinder besuchten mit ihren Lehrern die Messe, zu Mittag wurde ein Festmahl gekocht und die Verwandten aus den umliegenden Dörfern waren eingeladen.

Auch heute wird wieder um 12 Uhr Mittagessen angeboten im Vereinshaus und danach erwartet die Besucher ein reichhaltiges Kuchenbüffet. Um 16 Uhr findet ein Mundartnachmittag „Mir schwätzen platt!“ im Vereinshaus statt. Der Eintritt ist frei, aber es wird um eine Spende gebeten. Der Erlös der Veranstaltung ist für die Instandsetzungsarbeiten an der Mecherner Kirche bestimmt.

Als Schirmherrin fungiert Rosi Gruhn, Beigeordnete der Stadt Merzig.red./ti

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