Die Landeskunde gab‘s inklusive

Deutsch-russisches Schülerprojekt im Ökologischen Schullandheim Gersheim

PERL/GERSHEIM Erstmals in der 14-jährigen Geschichte des Ökologischen Schullandheims „Spohns Haus“ fand dort eine Begegnung von deutschen und russischen Schülern statt.

Vier Tage verbrachten 13 Schüler der Schule 1249 mit Schwerpunkt Deutsch aus Moskau und 14 Schüler des Deutsch-Luxemburgisches Schengen-Lyzeum aus Perl in der multinational ausgerichteten Einrichtung in Gersheim.

Moskauer Schule mit dem Schwerpunkt Deutsch

Nachdem die erste Begegnung der beiden Schulklassen im September in der russischen Hauptstadt stattgefunden hatte, widmeten sie sich im Bliesgau unter anderem den Lebensmitteln, die in den heimischen Einkaufsmärkten angeboten werden, forschten nach deren Herkunft. Erlebnisreich war neben abwechslungsreichen Programm, in dem auch landeskundliche Elemente eingebaut worden waren, auch der Besuch des Globus-Einkaufsmarktes in Einöd.

Bei der Besichtigung erfuhren sie viel von den Abläufen in Metzgerei und Bäckerei, konnten dort auch Kochen. Dabei kredenzten die deutschen Schüler Kartoffelsalat zu dem ihre russischen Freunde Pfannkuchen mit Schlagsahne dazu steuerten. Gemeinsam wurde zu Mittag gegessen, bevor mit einem von der Marktleitung zur Verfügung gestellten Gutscheinen noch eingekauft werden konnte.

„Die Globus-Stiftung hatte den Austausch in großen Teilen finanziert und damit erst ermöglicht“, teilte Hans Bollinger, langjähriger Hausleiter und jetziger Vorsitzender des Trägervereins „Veube“ mit. Der hatte das binationale Projekt zudem angeregt.

Jennifer Thierry, Globus-Botschafterin, ergänzte, dass sich die Stiftung um soziale Projekte im In- und Ausland kümmere, derzeit insbesondere in Syrien und Russland. Unterstützt wurde die Schülerbegegnungsmaßnahme auch vom Stiftungs-Geschäftsführer Günter Thoma.

Marc Bilz, stellvertretender Perler Schulleiter, der mit den Lehrerinnen Sibylle Vogels, Leszek Kurowski und Desirée Nenno dabei war, teilte auch mit, dass die Schüler im Anschluss an den Gersheimer Aufenthalt noch zwei Tage in Perl mit Besuch des dortigen Unterrichtes und einem Tagesausflug ins nahe Luxemburg unternommen hätten.

Der Leiter des Schullandheims, Jerzy Wegrzynowski, erläuterte, dass es neben der russischen Schulpremiere auch erstmals die Globus-Stiftung in Gersheim bei einer Maßnahme im Boot gewesen sei.

Abgerundet wurde der Aufenthalt mit einer Tagesfahrt nach Frankfurt am Main.

Dort ging es neben dem Maintower auch zur Paulskirche und auf Shopping-Tour.

Tatjana Musalevo, Svetlana Lewina und Lyuba Dryomava, die als Moskauer Lehrerinnen zur Gruppe gehörten, sprachen von bleibenden Eindrücken und vom Kennenlernen guter und herzlicher Menschen. Den Jugendlichen, alle 15 und 16 Jahre alt, habe es sichtlich Spaß gemacht. Ein besonderes Erlebnis war für die Teenager zu erleben, wie problemlos die deutsch-französische Grenze passiert werden kann.

Kennenlernen guter und herzlicher Menschen

Ebenso waren alle von der Ausstattung und Funktionalität des Schullandheimes angetan, denn „solche Jugendherbergen gibt es bei uns nicht“, meinten sie. Jeden Abend wurden Resultate und Eindrücke an die Moskauer Schule geschickt. Geplant ist ein neuerlicher Gegenbesuch, zudem soll im nächsten Jahr eine weitere Gruppe dazustoßen.ott

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