Die bunte Welt der Bodenschätze

Der Geolehrpfad am Nalbacher Litermont ist eröffnet – Premiere der Mineralienbörse

NALBACH In Nalbach ist der neuen Geolehrpfad am Litermont feierlich eröffnet worden. Er ermöglicht Einblicke in die Entstehungsgeschichte unserer Region. Musikalisch begleitet wurde das Ereignis von der Nalbacher Bläsergruppe.

Die bunte Welt der Bodenschätze konnten die Besucher im Maschinenhaus bestaunen. Dort fand die erste Mineralienbörse am Litermont statt. Hobbysammler aus der Region präsentierten Schätze der Erde: unbearbeitete, aber auch geschliffene Mineralien, darunter viele farbenprächtige Achate und Gesteinsexponate.

Organisatoren der Doppelveranstaltung waren der Nalbacher Ortsrat und der historische Verein der Gemeinde Nalbach.

In seiner Begrüßungsrede lobte Ortsvorsteher Albert Steinmetz das Engagement des Nalbacher Geologen Friedwalt Weber. Dieser hatte den neuen Geolehrpfad auf Anregung des Nalbacher Unternehmers Manfred Paulus in Zusammenarbeit mit der Geografiewissenschaftlerin Eveline Ziegler konzipiert.

Im Anschluss an die Eröffnung der Mineralienbörse begaben sich 30 Wanderer unter Führung des promovierten Geologen Weber erstmals auf den neuen Geolehrpfad.

An 14 markierten Stationen entlang der Litermont-Gipfeltour können sich Wanderer unter Zuhilfenahme eines kleinen Flyers über geologische und geografische Besonderheiten auf dem Litermont informieren.

„Mir hat die Wanderung auf dem Geolehrpfad sehr gut gefallen, und ich habe viel erfahren über die unterschiedliche Gesteinsformationen aber auch die Landschaft auf dem Litermont“, erzählt Dieter Gouverneur aus Nalbach.

„Erlebnis- und Genusswanderungen liegen voll im Trend“, weiß Bürgermeister Peter Lehnert.

SPD-Generalsekretärin Petra Berg, die in Nalbach wohnt, stellte die Einzigartigkeit der Litermont-Erlebniswelt heraus.

„Eine weitere Attraktion am Litermont soll das Maschinenhaus nach seiner Fertigstellung werden“, erläutert Steinmetz. Seit 2011 baut er gemeinsam mit freiwilligen Helfern das ehemalige Maschinenhaus als Industriemuseum wieder auf.

„Bis jetzt haben wir 8500 Arbeitsstunden in unserer Freizeit erbracht“, schildert der Ortsvorsteher. Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen bei der Mineralienbörse werde für den Wiederaufbau des Maschinenhauses verwendet.

Die Wallerfangerin Jutta Mathis kaufte sich am Stand des Dillinger Mineraliensammlers Helmut Schmitt einen farbenprächtigen Achat.

Davon hatte auch der Steinbacher Aussteller Jürgen Fehr viele im Angebot. Teils veredelte und unbehandelte Mineralien, darunter viele versteinerte Hölzer aus dem Hunsrück, boten Hella und Fritz aus Baumholder zum Kauf an. rgi

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