Die Bombe ist entschärft

Ablauf der Evakuierungsmaßnahmen am Sonntag in Eppelborn

EPPELBORN Am Dienstag, 29. Januar wurde in Eppelborn im Bereich des Bahnhofes eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Die Entschärfung der in einem Gleisbett liegenden Bombe wurde auf Sonntag, 10. Februar gelegt. Damit verbunden war eine großräumige Evakuierung.

Rund 860 Personen und Gewerbetreibende, darunter 90 Bewohner eines Pflegeheims und des „Betreuten Wohnens“ mussten evakuiert werden. Die Bewohner des Seniorenheims und des betreuten Wohnen wurden mit Unterstützung des DRK Eppelborn, örtlicher Ärzte und der Einrichtungsleitung in der Hirschberghalle in Bubach-Calmesweiler untergebracht.

Für die übrigen Anwohner stand als Sammelplatz die Hellberghalle in Eppelborn zur Verfügung. Im Vorfeld der Evakuierungsmaßnahmen haben sich rund 50 Personen gemeldet, die die Hellberghalle aufsuchen wollten. Zusätzlich zehn Personen haben gebeten, sie zur Hellberghalle zu bringen. Hier erfolgte die Betreuung durch Hilfsorganisationen.

Ab 7.30 Uhr

Die Einsatzkräfte beginnen mit der Errichtung einer Sperrzone in einem Radius von 300 Meter um den Fundort der Fliegerbombe.

Die B 10 Rathausstraße wird zwischen der Einmündung Koßmannstraße und der Dirminger Straße in Höhe des Anwesen Nr. 16 für den Verkehr voll gesperrt. Die Einmündung Koßmannstraße/Rathausstraße bleibt offen und kann genutzt werden.

Ab 9.00 Uhr

19 Klingeltrupps der Feuerwehr und der Verwaltung kontrollieren die einzelnen Straßenzüge und überprüfen, ob alle Anwohner den Sperrbereich verlassen haben. Personen, die sich nach 9 Uhr noch im Evakuierungsgebiet aufhalten, werden von Einsatzkräften aus dem Gebiet verwiesen. Zusätzlich ist ein Helikopter der Bundespolizei im Einsatz, der die Sperrzone überfliegt um zu überprüfen, ob sich noch Personen im Außenbereich aufhalten. Durch Lautsprecher werden Informationen weitergegeben. Die Polizei ist vor Ort im Einsatz. Insgesamt sind mittlerweile 328 Einsatzkräfte im Dienst. Die Evakuierung läuft planmäßig.

Ab 9.30 Uhr

Die Bewohner des Seniorenheims und des „Betreuten Wohnens“ wurden mit Unterstützung des DRK Eppelborn, örtlicher Ärzte und der Einrichtung erfolgreich evakuiert und sind in der Hirschberghalle Bubach-Calmesweiler eingetroffen. Dort werden sie von Mitarbeitern des Seniorenheimes und zwei Ärzten betreut.

Ab 10.45 Uhr

Die Evakuierung des Eppelborner Ortskerns ist erfolgreich abgeschlossen. Der Helikopter der Bundespolizei hat das gesamte Gebiet überflogen, mit der Wärmebildkamera überprüft und keine Personen entdecken können. Der Kampfmittelräumdienst hat grünes Licht zur Entschärfung der Fliegerbombe. Dirk Otterbein vom Kampfmittelräumdienst des Saarlandes beginnt mit der Entschärfung der Fliegerbombe.

Ab 11.30 Uhr

Die Bombe ist entschärft.

Die Sperrung ist aufgehoben. Alle Bewohner der Sperrzone können zurück in ihre Wohnungen bzw. Einrichtung. Die Bewohner des Seniorenheims werden noch ihr Mittagessen in der Hirschberghalle Bubach-Calmesweiler einnehmen und werden dann zurück in ihre Einrichtung gebracht.

Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, als Leiterin des Einsatzstabes, bedankt sich bei allen Einsatzkräften und Anwohnern der betroffenen Bereiche für ihre Unterstützung und für den reibungslosen Ablauf der Evakuierungsmaßnahmen.red./eck

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