Diakoniestiftung unterstützt ­ausbildungsbegleitende Hilfen

5 000 Euro für berufsbezogene Sprachförderung

SULZBACH Mit 5 000 Euro unterstützt die Diakoniestiftung an der Saar die Arbeit der Einrichtungen „Ausbildung jetzt“ (Abj) der Diakonie Saar in Neunkirchen, Saarlouis, Sulzbach und Völklingen. Damit können vor allem für junge Auszubildende mit Fluchthintergrund zusätzliche Stunden zur berufsbezogenen Sprachförderung finanziert werden.

„Bei Ausbildung und Beschäftigung von jungen Menschen mit Fluchthintergrund geht ohne das Beherrschen der deutschen Sprache nichts“, begründete der Vorsitzende des Beirats der Diakoniestiftung, Michael Burkert, bei der Übergabe eines Spendenschecks diese Entscheidung. Mit dem Förderprogramm werde zudem ein Beitrag zur Linderung des Arbeitskräftemangels in Handwerk und Wirtschaft geleistet.

Fast ein Viertel der jungen Menschen in Deutschland brechen ihre betriebliche Ausbildung ab. Das geht aus der Berufsbildungsstatistik des Bundes und der Länder hervor. Gründe dafür sind unter anderem gesundheitliche und persönliche Dinge, aber auch mangelnde Ausbildungsleistungen oder die falsche Berufswahl. Die Mitarbeitenden von „Ausbildung jetzt“ unterstützen junge Menschen dabei, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden, und helfen, die anerkannte Ausbildung erfolgreich zu bestehen, etwa durch Stützunterricht und Beratung.

„Oft wissen Jugendliche nach ihrem Schulabschluss nicht, welche Berufswahl die richtige ist“, sagte Anne Fennel aus der Geschäftsführung der Diakonie Saar. „Statt eine Ausbildung zu beginnen, besuchen sie dann eine weiterführende Schule, obwohl es sinnvoll wäre, direkt in eine Lehre einzusteigen. Hier versuchen die Mitarbeitenden von „Abj“ schon frühzeitig den richtigen Weg zu finden.“ Und auch in der Ausbildungszeit selbst sei die Begleitung sehr wichtig. „Oft sind es Kommunikationsprobleme zwischen Betrieb und den Auszubildenden, die gelöst werden müssen“, erläuterte Fennel. Letztendlich profitierten beide Seiten von der Arbeit von „Abj“, die jungen Menschen und die Betriebe.

Zielgruppe von „Abj“ sind Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund. Sie werden von den Mitarbeitenden auf eine duale Ausbildung vorbereitet, in Ausbildung vermittelt und anschließend während der gesamten Ausbildung individuell sozialpädagogisch betreut. Dazu gehören auch die Kooperation mit den Berufsschulen, die Vermittlung von Stütz-, Förder- und Sprachunterricht. Auch Jugendliche, bei denen erst im Verlauf der Ausbildung Probleme auftreten, können in das Programm aufgenommen werden.

Betriebe werden bei der Auswahl der Auszubildenden unterstützt. Die Mitarbeitenden von „Abj“ stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, entlasten bei Formalitäten und vermitteln bei Konflikten.

Auszubildende und Betriebe, die Hilfe benötigen, können sich an die Diakonie Saar wenden. Es sind noch Plätze frei. Kontakt: Thomas Reinelt, Tel. (01 72) 4 58 04 78 oder unter www.diakonie-saar.de.

„Ausbildung jetzt“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie Mitteln der saarländischen Landesregierung finanziert. pl

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