Deutschland im Gespräch

Eppelborner Bürger sind zum Dialog nach Finsterwalde eingeladen

EPPELBORN Anlässlich von 30 Jahren Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit finden bundesweit 16 Begegnungs- und Dialogveranstaltungen zwischen ost- und westdeutschen Partnerstädten statt, zum Beispiel am Samstag, 18. April in Finsterwalde.

Unter dem Motto „Deutschland im Gespräch: Wie wollen wir miteinander leben?“ reisen Bürger aus Eppelborn für ein Wochenende nach Finsterwalde. Mit Begegnungen zwischen deutsch-deutschen Partnerstädten möchte die Bundesregierung zum offenen und kritischen Erfahrungsaustausch über den Prozess der Deutschen Einheit anregen. Eingeladen sind alle interessierten Bürger, die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Vorurteile abbauen

„Auch im 30. Jahr der Deutschen Einheit müssen wir daran arbeiten, dass Ost und West weiter zusammenwachsen. Wir wollen erreichen, dass wir uns wieder mehr füreinander interessieren und dadurch Vorurteile abbauen“, sagt Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, auf deren Initiative hin die Veranstaltung organisiert wird. Der Blick wird während des Dialogs auch in die Zukunft gerichtet: Gemeinsam werden Ideen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands entwickelt.

Neben den moderierten Diskussionen gibt es für die Teilnehmer auch bei gemeinsamen Mahlzeiten und einem Kulturprogramm vielfältige Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen. Alle Dialoge werden wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse der Diskussionen fließen in politische Handlungsempfehlungen ein, die die Kommission im Herbst 2020 an die Bundesregierung übergeben wird.

Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe: „Wir stehen seit der Gründung unserer deutsch-deutschen Städtepartnerschaft im Jahr 1988 im besonderen Dialog mit unserer Partnergemeinde Eppelborn. Ich bin mir sicher, dass die vielen Besuche und die aktive Arbeit der beiden Partnerschaftsvereine maßgeblich dazu beitragen, dass wir uns als Einheit fühlen und gegenseitige Vorbehalte abbauen konnten – mehr noch: Wir Finsterwalder haben Freunde in Eppelborn gefunden.“

Dr. Andreas Feld, Bürgermeister von Eppelborn: „Damals wie heute sind Städtepartnerschaften zwischen Ost und West von großer Bedeutung für die Wiedervereinigung, da sie das gegenseitige Verständnis aktiv fördern. Wir haben im Jahr 1988, bereits vor dem Mauerfall, den Kontakt zu unserer Partnerstadt Finsterwalde gesucht und sind erstmals ins Gespräch gekommen. Seither ist viel passiert. Ein wichtiges Zeichen der Lebendigkeit dieses Austauschs war die Gründung der beiden Partnerschaftsvereine. Sie haben seither mitgeholfen, den Austausch über drei Jahrzehnte am Leben zu erhalten. In der Bevölkerung von Finsterwalde und Eppelborn sind viele generationenübergreifende Freundschaften in Vereinen und auf privater Ebene entstanden. Wir sind damals aufeinander zugegangen, haben Berührungsängste abgebaut, neue Freunde gewinnen können und sind auf unsere lebendige Partnerschaft stolz.“

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.deutschland-im-gespraech.de.

An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung werden organisiert und sind für die Teilnehmer kostenfrei.

Schülerreporter gesucht

Die Bundesregierung lädt Schüler aus Eppelborn und Finsterwalde ab 16 Jahren ein, die Veranstaltung als Reporter zu begleiten. Unter professioneller Anleitung führen sie Interviews mit Zeitzeugen und Teilnehmern und produzieren in Finsterwalde eine eigene Videoreportage für die offizielle Website und die Social-Media-Kanäle des Jubiläumsjahrs. Vorerfahrungen sind nicht notwendig.

Anmeldung unter: deutschland-ist-eins-vieles.de/deutschland-im-gespraech/schuelerreporter/red./eck

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