Der Saarlandpakt macht es möglich

Gemeinde Schiffweiler löst ersten Kassenkredit ab

SCHIFFWEILER In der Gemeinde Schiffweiler ist der Saarlandpakt angelaufen. Am 10. Januar hat Bürgermeister Markus Fuchs die Übernahmevereinbarung zwischen Land und Kommune unterzeichnet.

Genau eine Woche später wurde der erste Kassenkredit in Höhe von drei Millionen Euro beglichen. Damit ist Schiffweiler die erste Gemeinde im Landkreis Neunkirchen, die den Saarlandpakt in Anspruch nimmt.

„Die Formalitäten rund um den Saarlandpakt wurden schon früh im Gemeinderat besprochen und wir haben unsere Liquiditätskredite so positioniert, dass wir die Hälfte unserer Kassenkredite noch in diesem Jahr abgeben können“, erklärt Kämmerer Eric Schummer.

Durch vorausschauende Planung wird die Gemeinde Schiffweiler so bis Ende September gleich 17 Millionen Euro Kassenkredite los. „Auch das Zinsänderungsrisiko konnten wir damit an das Land abgeben“, so Schummer. Die nächsten Zahlungen in Höhe von jeweils rund sieben Millionen Euro sind am 30. Juni und 30. September 2020 fällig.

Damit ist im ersten Jahr des Saarlandpaktes die Teilentschuldung vollständig abgearbeitet. „Auch für mich ist das ein besonderer Moment, da wir als erste Gemeinde im Landkreis die Teilentschuldung durch den Saarlandpakt vorantreiben können“, sagt der Beigeordnete Mathias Jochum, der als langjähriges Mitglied im Gemeinderat die Finanzen Schiffweilers genau kennt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Saarlandpaktes ist nicht nur die Übernahme der Hälfte der Kassenkredite durch das Land. Im Gegenzug verpflichtet sich die Gemeinde Schiffweiler dazu, die verbleibende Hälfte ihrer Kassenkredite bis 2064 zu tilgen. „Im Rahmen des Saarlandpaktes gibt es sehr strenge Richtlinien, die uns in den kommenden Jahren durchaus knebeln werden“, sagte Bürgermeister Fuchs beim Neujahrsempfang. Dennoch hofft die Gemeinde, dass sich durch die Teilentschuldung finanzielle Spielräume eröffnen werden. red./eck

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