Der Neue ist ein Allrounder

Bechhofer Feuerwehr erhält neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug

BECHHOFEN Große Freude bei den Floriansjüngern in Bechhofen. Mit einem neuen HLF 10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug“ wurde das aus dem Jahr 1992 stammende Löschfahrzeug 8/6 außer Dienst gestellt. Die offizielle Übergabe des Schlüssels fand nun statt.

Das ausrangierte Fahrzeug haben inzwischen die Kollegen in Althorbach bekommen, da das dortige Tanklöschfahrzeug nicht mehr einsatztauglich ist und das bereits bestellte, neue Tanklöschfahrzeug für die Althornbacher Löscheinheit erst im Jahr 2020 ausgeliefert wird. Übergangsweise werden also die Althornbacher das Bechhofer Auto bekommen, ehe dieses dann nach Aussage von Wehrführer Martin Amann veräußert werden soll: „Wir haben unser LF 8/6 gehegt und gepflegt, deshalb werden die Löschkameraden aus Althornbach damit sicher ganz gut dastehen.“

Das neue HLF 10/10 der Bechhofer wurde von der Firma Josef Lentner aus Hohenlinden in Bayern auf einem Mercedes Allrad Atego Fahrgestell aufgebaut. Dieses 13 Tonnen schwere Fahrzeug mit 300 PS führt 1200 Liter Wasser und 120 Liter Schaum mit und ist mit einem technischem Hilfeleistungssatz ausgestattet.

Bei der Konzeption wurde auf eine ergonomische und leichte Entnehmbarkeit der Geräte großen Wert gelegt. So sind beispielsweise die Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum so angeordnet, dass der Angriffstrupp problemlos Maske, Fluchthaube, Leinenbeutel und Feuerwehraxt entnehmen kann. Auch Handfunkgeräte und Lampen sind direkt erreichbar. In den Sitzkästen lagern Handwerkzeuge, Hooligan-Tool, Brechstangen und Verbandkasten.

„Das Fahrzeug hat einen Gesamtwert von 340000 Euro und soll mit 77000 Euro durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert werden“, erklärte Jürgen Gundacker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, während der feierlichen Schlüsselübergabe an die Bechhofer Floriansjünger. Die Wehr sei somit bestens aufgestellt. Das Fahrzeug sei ein Allrounder, könne sowohl für die Brandbekämpfung als auch Menschenrettung oder die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen.

Anwesend war neben der südwestpfälzischen Landrätin Dr. Susanne Ganster auch der Mainzer Innenstaatssekretär Randolf Stich, der neben lobenden Worten für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute auch Förderbescheide zum TLF 4000 Käshofen (93000 Euro) und die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die Anschaffung einer Drehleiter in Hornbach im Gepäck hatte. „Mit dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn werden 267000 Euro, geplant hatten wir im Haushalt mit 227000 Euro, für die Anschaffung dieser Drehleiter in Aussicht gestellt“, stellte Gundacker klar. Hinzukommen würden weitere 150000 Euro als Förderung durch den Landkreis Südwestpfalz. nob

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