„Der Aufbruch wird sich lohnen“

Einführung des Pfarreiteams in Heilig Kreuz Homburg mit digitaler Segensfeier

Homburg. Es war ein besonderer Moment, als Ordinariatsdirektorin Christine Lambrich die Beauftragungsurkunden des Pfarreiteams der Pfarrei Heilig Kreuz, Homburg, verlas. Statt eines leitenden Pfarrers zeichnen nun vier Hauptamtliche und vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen für die Geschicke der Kirchengemeinde verantwortlich. In einer digitalen Segensfeier, der rund 120 Gäste zugeschaltet waren, wurden die acht offiziell in ihr neues Amt eingeführt.

Je vier Haupt- und

Ehrenamtliche

Die Glocken des Speyerer Doms luden virtuell zur Segensfeier ein. Auch wenn sich die Gläubigen nicht – wie es üblich gewesen wäre – in der Kirche St. Fronleichnam versammeln konnten, war Liturgiereferent Clemens Schirmer überzeugt, „dass es eine schöne Feier wird“. Und er sollte Recht behalten. Pfarreiratsvorsitzender Hubertus Heinz griff Schirmers Faden auf: „Durch das Gebet sind wir im Herzen miteinander verbunden, bilden über Telefon, Computer oder Tablet eine große Gemeinschaft.“

Vor zwölf Monaten sei die Idee, die Pfarrei künftig partnerschaftlich zu führen, angestoßen worden, ging Heinz auf den „spannenden Weg, der hinter uns liegt“, ein.

Werner-Josef Meyer, Mitglied im Verwaltungsrat war es wichtig, dass „alle auf Augenhöhe zusammenarbeiten werden“. Vom Pfarrei- und Verwaltungsrat wurden ins Team gewählt: Daniela Didion, Gerlinde Meyer, Marina Neumann und Esther Reichert. Von Bischof Karl-Heinz Wiesemann gesandt wurden: Michael Becker als Diakon, Andreas Jacob als Priester, Frank Klaproth als Gemeindereferent und Stefan Pappon als Pastoralreferent. Sie alle wurden – wie Domkapitular Franz Vogelgesang als moderierender Pfarrer – vom Bischof in das neue Pfarreiteam bestellt. Ordinariatsdirektorin Lambrich betraute Pfarrer Jacob mit den priesterlichen Diensten und der Leitung des Pfarrbüros, Frank Klaproth mit der Leitung der Vermögensverwaltung, Stefan Pappon mit den Aufgaben, die dem Pfarrer in den pastoralen Räten zukommt. Drei Mitglieder des Teams erklärten stellvertretend für die anderen ihre Bereitschaft, „den Auftrag des Bischofs zu erfüllen“. Mitglieder der Gemeindeausschüsse versprachen, die neue Leitung anzunehmen.

Dieses Pfarreiteam trage gemeinsam Verantwortung für die Leitung der Kirchengemeinde, bekräftigte der Dekan des Saarpfalz-Dekanats, Eric Klein. Zur Pfarrei gehören neben der Kernstadt Homburg die Stadtteile Bruchhof-Sanddorf, Kirrberg, Schwarzenacker, Schwarzenbach, Einöd, Ingweiler und Wörschweiler sowie der Zweibrücker Stadtteil Mörsbach. Das neue Seelsorgemodell bezeichnete der Dekan als Experiment für die Diözese Speyer und das Saarpfalz-Dekanat. „Der Aufbruch wird sich lohnen“, gab er sich zuversichtlich.

Nach den Fürbitten, die Vertreter von Gruppierungen und Gremien sowie des Leitungsteams vortrugen, sprachen Franz Vogelgesang, Marina Neumann und Sarah Gurres als Jugendvertreterin den Segen. Andreas Jacob und Stefan Pappon dankten allen, die die Segensfeier vorbereitet hatten und mitwirkten, insbesondere Familie West für den musikalischen Rahmen. Das Festgeläut des Speyerer Doms erklang zum Abschluss als Zeichen für den Aufbruch. red./jj

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