„Demenz – Was nun?“

Informationsveranstaltung des DRK-Betreuungsvereins

ST. INGBERT Der Betreuungsverein des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband St. Ingbert lädt zur kostenlosen Informationsveranstaltung „Demenz – Was nun“ am Dienstag, 26. November, um 18 Uhr, im Rotkreuz-Zentrum St. Ingbert, Reinhold-Becker-Straße 2. Als Referent steht Andreas Sauder von der Landesfachstelle Demenz Saarland zur Verfügung.

Pflegende Angehörige sind mit der Betreuung von Menschen mit Demenz vor besondere Aufgaben gestellt. Angehörige von Menschen mit Demenz (z. B. Alzheimer-Krankheit) sind nicht nur den Belastungen ausgesetzt, wie man sie auch bei Angehörigen von Patienten mit schweren chronischen, körperlichen Erkrankungen findet. Hinzu kommen vielmehr noch spezielle Probleme durch Desorientiertheit, Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus, Vergesslichkeit, Aggressivität und Wesensveränderung, die die Beziehung zwischen Betreuer und Betreutem zunehmend belasten und verändern, häufig die Zuneigung auslaugen. Saarlandweit sind derzeit ca. 23000 Menschen von Demenz betroffen, im Saar-Pfalz-Kreis etwa 3500 Menschen. 75 Prozent der Betroffenen werden von ihren Angehörigen, in der Häuslichkeit versorgt.

Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit zur Information, zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch über demenzielle Erkrankungen. Darüber hinaus steht bei Fragen zu Leistungen der Pflegeversicherung und zu Pflegegraden Anca Ligensa vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband St. Ingbert zur Verfügung.

Der DRK-Betreuungsverein kann mittlerweile auf eine Vielzahl Ehrenamtlicher im Bedarfsfalle zurückgreifen. Die Anfragen seitens der Gerichte und der Betreuungsbehörde zur Bereitstellung von ehrenamtlichen Betreuern hat in den vergangenen Jahren jedoch in großem Umfang zugenommen. Deshalb werden im gesamten Gebiet des Saarpfalz-Kreises weitere Menschen, die sich im DRK-Betreuungsverein ehrenamtlich engagieren möchten.

Ehrenamtliche gesucht

„Betreut werden volljährige Menschen, die ihre persönlichen Angelegenheiten nicht oder nur teilweise erledigen können, weil sie psychisch krank, geistig oder körperlich schwer behindert oder altersverwirrt sind. Persönliche Betreuung heißt jedoch nicht, dass der Betreuer selbst Pflegeleistungen erbringen oder hauswirtschaftliche Hilfe erbringen muss“, informiert die neue Leiterin des DRK Betreuungsvereins, Annelie Faber-Wegener.

Anmeldung bis 22. November unter Tel. (06894) 100-0.

red./jj

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