Dem Fachkräftemangel aktiv begegnen

Stiftung Hospital schafft 24 neue Ausbildungsplätze für die Altenpflege

ST. WENDEL Die Stiftung Hospital St. Wendel, gegründet 1455, ist in den Fachbereichen der Altenhilfe, Jugend- und Familienhilfe und Kinderhilfe mit ihren rund 1000 Mitarbeitern einer der größten Sozialdienstleister im Kreis St. Wendel. Jetzt hat die Stiftung Hospital 24 neue Ausbildungsplätze in der Altenhilfe geschaffen.

„Dem Fachkraftmangel aktiv begegnen“, so könnte das Motto lauten unter dem die Stiftung Hospital seit Jahren offensiv mit dieser Problematik umgeht. „Wir wollten uns bewusst nicht in den Chor derjenigen einreihen, die den Fachkraftmangel nur beklagen, sondern auch aktiv etwas dagegen unternehmen“, so Hospitaldirektor Dirk Schmitt.

Insgesamt haben durch eine deutliche Intensivierung der Bemühungen in der Altenpflegeausbildung in den letzten fünf Jahren über 50 Auszubildende eine Festanstellung im Hospital erhalten.

Zielgerichtete Ausbildung in allen Bereichen

„In einer dreijährigen Ausbildung können sich die jungen Menschen in den verschiedenen Bereichen der Altenhilfe ein Bild machen von den täglichen Erfordernissen in der Pflege“, so Ausbildungskoordinatorin Angelika Gerharth, „damit ist dafür gesorgt, dass jeder nach seinen eigenen, erlernten Fähigkeiten im Beruf optimal eingesetzt werden kann.“

Die Stiftung Hospital ist mit ihrer gesamten Versorgungskette bestens aufgestellt für eine zielgerichtete Ausbildung zum Altenpfleger. Im Bereich der Altenhilfe wird das komplette Spektrum an Dienstleistungen angeboten. Neben den Einsatzfeldern der Tagespflege, Kurzzeitpflege und stationären Pflege besteht auch die Möglichkeit, die Ausbildung im ambulanten Pflegedienst zu durchlaufen, also der Versorgung bedürftiger Menschen zu Hause, sowie gezielt in der Versorgung von Demenzkranken. An allen Standorten besteht ein geschützter Bereich für demenziell veränderte alte Menschen; speziell in St. Wendel betreibt man auch einen Spezialbereich „Intensivpflege“ für Menschen, die nach Unfall oder Erkrankung an schweren Schädel-Hirn-Verletzungen leiden und als Wachkoma- oder Beatmungspatienten rund um die Uhr versorgt werden müssen.

Insgesamt 50 junge Menschen in Ausbildung

Alleine in der Altenhilfe erreicht die Stiftung Hospital an ihren Standorten St. Wendel, Namborn, Freisen und Theley täglich fast 1000 Senioren mit ihren unterschiedlichen Angeboten und Dienstleistungen. Das Seniorenhaus Theley und das Appartementhaus St. Wendel sind modellhafte Einrichtungen, in der eigenständiges Wohnen und unterstützende Angebote vereint sind. Das Zentrum bilden ambulant betreute Wohngemeinschaften. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ können hier Menschen selbstbestimmt wohnen und dabei die bedarfsgerechte Unterstützung abrufen, die sie benötigen. Derzeit bildet der Fachbereich Altenhilfe 50 junge Menschen zum Altenpfleger oder Altenpflegehelfer aus, davon 24 im ersten Lehrjahr, 17 im zweiten Lehrjahr und neun im dritten Lehrjahr. Das Hospital St. Wendel liegt mit dieser Ausbildungsquote weiterhin an der Spitze im Saarland. Dazu kommen noch rund 40 Praktikanten sowie acht Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres (FSJ), die über diesen Einstieg ein Gefühl dafür bekommen, was der Beruf des Altenpflegers mit sich bringt.

„Durch diese Vorstufe gelingt es uns, die Zahl der abgebrochenen Ausbildungen deutlich zu reduzieren“, weiß Hospitaldirektor Dirk Schmitt.

Mit ausschlaggebend für das Interesse an einer Ausbildung auch für Quereinsteiger ist mit Sicherheit die überdurchschnittlich hohe Vergütung mit einer zusätzlichen Altersversorgung und einem 13. Monatsgehalt. So wird es auch Alleinerziehenden viel leichter ermöglicht, diesen neuen Weg einzuschlagen. Im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf passen optimal dazu die Möglichkeit einer „Teilzeitausbildung“ sowie einer Kinderversorgung im Hospital von 7 bis 19 Uhr.

Im Rahmen eines gemeinsamen „Azubi-Frühstücks“ wurden die neuen Auszubildenden nun offiziell begrüßt und begannen anschließend ihren ersten Praxisblock im Rahmen ihrer Ausbildung, denn nach sechs Wochen Theorie ist man froh, dass es nun endlich losgeht mit der Praxis, so der einhellige Tenor. red./hr

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