Das THW hat ein neues Zuhause

Über 2 Millionen Euro wurden am Standort Illingen investiert

ILLINGEN Mit den Worten „Gut Ding will Weile haben“ fasste der Leiter der Regionalstelle des Technischen Hilfswerkes (THW) Saarbrücken, Reiner Schaadt, die Baugeschichte der THW-Unterkunft zusammen und freute sich am Tag der Einweihung über die gelungene Baumaßnahme.

Er schilderte den anfänglich unendlichen Weg, die Baumaßnahme umzusetzen, nachdem die strategische Grundsatzentscheidung in 2011 getroffen wurde, einen Neubau einer Unterkunft mit Garagen für den THW Ortsverband Illingen einzuleiten.

Am 27. März 2014 wurde durch die Behördenleitung THW in Bonn final die Zustimmung erteilt. Und dann ging’s Schlag auf Schlag. Der Baubeginn erfolgte am 28. August 2015. Gebaut wurde eine THW-Unterkunft, Typ I gemäß Musterraumbedarfsplan THW, was bedeutet, dass das Unterkunftsgebäude zur Unterbringung von bis zu 100 Helfer mit allen erforderlichen THW-Funktions- und Arbeitsräumen mit einem Flächenansatz von rund 500 Quadratmetern geeignet ist.

Weiter steht eine Achtfach-Garagenhalle mit einem Flächenansatz von rund 400 Quadratmetern zur Unterbringung des Fahrzeugparks integriert mit entsprechenden Absauganlagen und Schwertlastregalen und eine LKW-taugliche Vorplatzfläche mit Parkplätzen und Abstellflächen für Anhänger zur Verfügung. Integriert ist eine Lagerfläche für Gefahrstoffe und Gasflaschen und ein überdachter Holzlagerplatz.

Die örtliche THW-Helfervereinigung hat zudem zwei Fertiggaragen zur Nutzung durch die Jugend und den Ortsverband aufgestellt.

Die Bauzeit betrug fast drei Jahre. Die Baukosten zur Erstellung des Bauwerks belaufen sich auf 1740000 Euro, inklusive Baunebenkosten kostete das Objekt über 2 Millionen Euro (2107500 Euro). 35 Baufirmen waren bei der Bauausführung beteiligt, zusätzlich zehn Ingenieurbüros (Vermesser, Energieberater, Bodengutachter, Statiker, Haustechniker, Elektroingenieure, Außenanlagenplaner, Architekten).

„Der Ortsverband wird mit der Übergabe der neuen Unterkunft ein schönes und funktionsgerechtes THW-Heim nutzen können“, so Schaadt, der mit der symbolischen Übergabe des Haustürschlüssels an den Ortsbeauftragten Jörg Lauer die Nutzung der Anlage an die Führungskräfte und Helfer des Ortsverbandes übertrug und gleichzeitig bestätigte, dass es sich um die schönste Anlage im ganzen Land handele.

Lauer begrüßte die Gäste und ließ nicht unerwähnt, dass sich der THW-Ortsverband lange in Geduld üben musste. „Doch das Warten hat sich gelohnt, denn die Liegenschaft ist ein Spiegelbild dessen, was das THW Illingen zu leisten im Stande ist“, sagte er.

Bürgermeister Armin König sprach von einem „guten Tag für das THW“ und „einem guten Tag für Illingen und für die Bevölkerung des Illtals.“ Denn dass in diesen Tagen Katastrophenschutz wichtiger denn je ist, dürfte jedem klar sein. „Ungewöhnliche Wetterereignisse und deren Folgen ereilen uns immer häufiger. Da tut schnelle Hilfe Not“, so der Bürgermeister. „Ihr garantiert diese schnelle Hilfe.“

Christian Petry (MdB) zeigte sich überzeugt, dass die Zukunft des Ortsverbandes am neuen Standort garantiert ist. Pfarrer Dietmar Bell und Prädikantenanwärter Dr. Reinhard Christian führten eine Haussegnung nach kirchlicher Tradition durch. Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde durch das Blasorchester Illingen unter der Leitung von Karsten Baucke. Durch das Programm führte Wolfgang Walzer. ma

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