Das System befindet sich auf „Stand-by“

Landkreis St. Wendel bereitet sich auf die zweite Corona-Welle vor

ST. WENDEL Auf dem Parkplatz neben dem Gesundheitsamt in der Werschweilerstraße 40 in St. Wendel steht wieder ein Abstrichzelt. Das ist eine der Sofortmaßnahmen, um sich angesichts der bundesweit wieder steigenden Infektionszahlen auf die erwartete zweite Corona-Welle vorzubereiten.

„Wir sind bereit. Wir lassen auch in wöchentlichem Rhythmus den Krisenstab wieder zusammenkommen“, erläutert Landrat Udo Recktenwald das weitere Szenario. „Unsere Strategie ist nach wie vor klar: Wir wollen vor der Lage sein“, macht der Landrat deutlich, dass man nicht erst reagieren möchte, wenn die Lage sich schon verschärft hat, sondern bereit zu sein, bevor die Notwendigkeit das Handeln diktiert.

Zurzeit gibt es insgesamt drei bestätigte Coronafälle im Landkreis, 22 Menschen befinden sich in Quarantäne, Stand 3.August. „Das ist für uns ein Indiz angesichts der Reiserückkehrer und des bevorstehenden Schulbeginns wieder achtsamer zu sein.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich nach der neuesten Gesetzeslage bei der Ortspolizeibehörde melden und danach in eine vierzehntägige Quarantäne gehen. Auf freiwilliger Basis können sie sich auch einem Test unterziehen. Bei negativem Ergebnis ist die Quarantäne aufgehoben. Die übrigen Reiserückkehrer können sich auf freiwilliger Basis ebenfalls testen lassen. Der Landrat appellierte in erster Linie an die Reiserückkehrer selbst, sich testen zu lassen.

Er wandte sich aber auch und vor allem an die Arbeitgeber, ihre aus dem Urlaub zurückkehrenden Mitarbeiter dazu zu bewegen, sich testen zu lassen. Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt oder das Testzentrum auf dem Messegelände in Saarbrücken. Die Tests sind für die Patienten kostenlos.

Präventiv hat sich der Landkreis auf die Situation vorbereitet mithilfe des Testzeltes denen zu helfen, die nicht über den Hausarzt oder das Testzentrum getestet werden können. Das Zelt kann von einem auf den anderen Tag in Betrieb genommen werden, erläuterte der Leiter des Einsatzstabes beim Landkreis, Dirk Schäfer. Sollten sich positive Ergebnisse bei den eventuellen Tests ergeben, kümmert sich das Gesundheitsamt beim Landkreis um die Kontaktnachverfolgung, um eine weitere Eindämmung der Infektionsherde zu gewährleisten.

„Unser System steht auf Stand-by“, umriss der Landrat die Lage. „Wir sind jederzeit in der Lage, das System wieder hochzufahren.“ jam

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