Das schmeckt – mein selbst gebackenes Brot!

BEXBACH Selber den Acker bestellen, mit eigener Kraft den Pflug und die Egge ziehen, aussäen, ernten, dreschen und das gewonnene Getreide zu Brot verbacken – das ist die Epoche „Vom Korn zum Brot“, die die Bexbacher Waldorfschüler alljährlich erleben dürfen. Bis zum krönenden Abschluss war der Weizen in der Klasse gelagert worden, aber schließlich konnte sich die fünfte Klasse an die Verarbeitung zu Teig machen. Im Vorfeld hatten die Fünftklässler reihum in jeder freien Minute an den schweren Steinmühlen gestanden und Pfund um Pfund des Weizens zu Schrot vermahlen. Damit die ganze Arbeit auch erfolgreich zu Ende kommen konnte, ohne dass jemand ein steinhartes Stück Brot in die Hand bekam, hatte sich Lehrer Christoph Riefer der Hilfe seines Bruders versichert, der eine Vollkornbäckerei betreibt. Mit dessen „meisterlicher“ Unterstützung wurde Roggensauerteig und Hefe zu dem Weizenschrot hinzugefügt. Dann durften die Kinder ihre Portion von dem Gemisch gut durchkneten. Das Ergebnis war ein wunderbar luftiger, duftiger Teig. Während dieser Arbeit und der Ruhezeit zum Aufgehen musste hinten am Backhaus eine große Menge Holzglut erzeugt werden, die dessen dicke Steine genügend erhitzte. Nach vier Stunden hatte der Ofenmeister, ein mithelfender Vater, die nötige Temperatur erreicht, und die Glut konnte ausgeräumt werden. Nun schlug wieder die Stunde des Bäckermeisters Bernhard Riefer, der mit elegantem Schwung die Teiglinge auf einem langen Schieber in den Ofen beförderte. Nach einer Stunde rutschten diese ebenso elegant wieder heraus in die Schüsseln der Kinder. Die hatten Wert darauf gelegt, ihr „eigenes“ Brot zu erhalten und dafür Papierröllchen mit ihrem Namen ein Stückchen in den Teig geschoben. Und dann - dann hat es einfach nur toll geschmeckt. red./jj / Foto: Riefer

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