Das Saarland soll artenreich sein

LEG Saar und Saar-Jägerschaft stellen Blühwiesenprojekt vor

WOLFERSWEILER An der neu geschaffenen Blühfläche am Ortsausgang von Wolfersweiler in Richtung Gimbweiler stellten Staatssekretär und LEG (Landes-Entwicklungs-Gesellschaft) Saar, Aufsichtsratsvorsitzender Roland Theis, Landesjägermeister Josef Schneider, der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald und Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit das Konzept der neuen landesweiten Blühflächen vor.

In diesem Sommer wurden saarlandweit bereits mehr als 40 Hektar neue Blühlandschaften geschaffen. Auf einer Fläche von über 50 Fußballfeldern wurde ein spezielles, regionales Saatgut aus 60 unterschiedlichen Blumen und Kräutern ausgesät. Damit soll ein wesentlicher Erhalt der Artenvielfalt, insbesondere bei den Insekten, aber auch beim Niederwild, geleistet werden.

„Als öffentliches Unternehmen ist es unsere Aufgabe, die Entwicklung unseres Landes nachhaltig voranzutreiben“, erklärte Staatssekretär Theis. „Das tun wir gemeinsam mit den Kommunen. Daher wollen wir unseren Beitrag zu einer artenreichen Kulturlandschaft im Saarland leisten.“

Förderung von Lebensräumen

Dies unterstrich auch LEG-Saar-Geschäftsführer Valentin Holzer: „Zu unseren Zielen gehört es, die Öffentlichkeit für das Thema Artenvielfalt zu sensibilisieren. Schließlich ist sei ein wesentlicher Teil der Entwicklung unseres Landes. Demnach ist für uns die Förderung von Lebensräumen für gefährdete Tierarten ein wichtiges Anliegen und Aufgabe zugleich.“

Landesjägermeister Josef Schneider betonte: „Die Jagd ist ein in Jahrtausenden historisch gewachsenes Kulturgut, Heute heißt Jagen nicht nur nachhaltig ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel zu gewinnen. Die Jagd steht vor allem im Dienste der Erhaltung der Natur und erfüllt damit ein wichtiges gesellschaftliches Erfordernis unserer Zeit. Demzufolge ist es für uns unerlässlich, Artenschutzprojekte, wie auch das Projekt ,Saarland Artenreich‘ zusammen mit der LEG-Saar zu initiieren und zu unterstützen.“

„Insektenreiche Blühlandschaften erhalten und verbessern die Artenvielfalt der heimischen Pflanzen und Insekten“, ergänzte Landrat Udo Recktenwald. „Im Landkreis St. Wendel setzen wir bereits seit dem Frühjahr 2019 sehr erfolgreich das Projekt „Der Kreis St. Wendel blüht auf“ um. Bisher haben sich fast achthundert Teilnehmer mit insgesamt 32500 Quadratmetern privater Blühfläche an der Aktion beteiligt.“

Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit erklärte abschließend: „Die Gemeinde Nohfelden bekennt sich aktiv zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen und damit auch zu den darin enthaltenen 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. Die Förderung der Biodiversität ist dabei ein wichtiger Bestandteil und wir freuen uns, in Zusammenarbeit mit der LEG Saar, durch die Blühfläche bei Wolfersweiler einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten zu können.“ jam

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