Das Projekt „Haus am Klostergarten“

Lebenshilfe plant Baumaßnahme für betreute Wohnungen in Tholey

THOLEY Die Lebenshilfe St. Wendel beabsichtigt in der Tholeyer Ortsmitte das „Haus am Klostergarten“ zu errichten.

In der neuen Einrichtung sollen zwei Wohngruppen mit jeweils neun Plätzen für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung Platz finden. Eine Gruppe richtet sich an Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren, die zweite an junge Erwachsene. Hinzu kommen Kurzzeitwohnplätze für Kinder und Heranwachsende mit einer Behinderung und erhöhtem Betreuungs- und Unterstützungsbedarf.

Gedacht ist die Einrichtung der Kurzzeitwohnplätze für junge Leute, die noch bei ihren Angehörigen leben und für einen kürzeren Zeitraum eine Unterbringungsmöglichkeit außerhalb ihres ursprünglichen Wohnumfeldes brauchen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die betreuenden Angehörigen krank werden oder Urlaub in der Tourismusregion „St. Wendeler Land“ verbringen wollen. Hierfür wird derzeit an einem inklusiven Urlaubs-Modellkonzept gearbeitet. Die Betreuung soll in Tholey rund um die Uhr durch Mitarbeiter der Lebenshilfe sichergestellt werden.

Gebaut wird das „Haus am Klostergarten“ an der Stelle des ehemaligen Schwesternheims, das in Kürze abgerissen wird. Einen dafür notwendigen „Ordnungsmaßnahmenvertrag“ haben Bürgermeister Hermann Josef Schmidt und die beiden Geschäftsführer der Lebenshilfe, Hermann Scharf und Peter Schön, im Tholeyer Rathaus unterzeichnet.

Bauherr, Eigentümer und Betreiber der Einrichtung wird die Lebenshilfe St. Wendel gGmbH. Das „Haus am Klostergarten“ soll als zweigeschossiges Gebäude, umgeben von einer großen Grünfläche für Außenaktivitäten, errichtet werden.

Bürgermeister Hermann Josef Schmidt freut sich, dass auf dem Areal des einstigen Schwesternheimes bald wieder neues Leben einkehren wird: „Der Standort ist sicherlich bestens geeignet, da er zentral im Ort liegt und dennoch von einer großen Ruhe geprägt ist. Ich danke der Lebenshilfe, dass sie die Gemeinde Tholey als Standort gewählt hat.“

Hermann Scharf und Peter Schön erklärten: „Tholey ist ein herausragender Standort für uns und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Bürgermeister war bestens. Nun hoffen wir, dass wir die Planungen zügig weiter vorantreiben und mit den Bauarbeiten so schnell wie möglich beginnen können.“ red./hr

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