Das gemeinsame Ziel begeistert

Oberesch präsentiert sich beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

OBERESCH Das Klischee eines verschlafenen Dorfidylls passt nicht zu Oberesch: Davon konnte sich jetzt die Jury im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bei ihrem Besuch vor Ort überzeugen.

Das Ergebnis aus den vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit und aushecken von kreativen Ideen kann sich sehen lassen.

Auf dem, von einem Traktor gezogenen, Festwagen startete die Rundreise durchs Dorf. Zu Beginn gab es eine kleine Einführung in den charakteristischen Dialekt, den Oberesch so liebenswert macht. Hier wurde auch das Motto klar, unter dem die Bereisung und der Wettbewerb für Oberesch stand: „All sesuummen“.

An vielen Stationen gab es kleine Kostproben von regionalen Spezialitäten. Vom Spielplatz bis hin zu der Musik der dorfeigenen „Superband“ reihte sich eine Besonderheit der anderen an.

Ortsvorsteher Michael Engel führte die Bundesjury und die eingeladen Gäste, darunter auch Umweltminister Reinhold Jost, Landrat Patrik Lauer und Bürgermeister Ralf Collmann, von Highlight zu Highlight.

In einer Abschlusspräsentation im sanierten Dorfgemeinschaftshaus wurden alle Aktionen und Unternehmungen der Dorfgemeinschaft zusammengefasst und vorgestellt, damit sich die Bundesjury noch mal ein kompaktes Bild vom Ort machen konnte.

„Oberesch ist schon jetzt ein Gewinner und hat es mit dieser erstklassigen Präsentation und dem was sie in kürzester Zeit bewegt haben, den Entscheidern nicht leicht gemacht. Von Oberesch werden wir in Zukunft noch hören“, ist Landrat Patrik Lauer überzeugt.

Der Trubel begann 2017, als in der Gemeinde Rehlingen-Siersburg der Ortsvorsteher Michel Engel „sein“ Oberesch zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angemeldete. Der Wettbewerbe des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft soll die Menschen auf dem Land dazu ermuntern, die Zukunft ihrer Dörfer aktiv mitzubestimmen und sich für die soziale, kulturelle, wirtschaftliche, ökologische und bauliche Entwicklung ihres Ortes zu engagieren.

Im November 2017 fand dann die Siegerehrung auf Kreisebene statt. Dort sagte Michael Engel: „Ich habe Oberesch bei „Unser Dorf hat Zukunft“ angemeldet, weil ich dem Ort wieder Selbstbewusstsein geben wollte.“

Mit diesem Selbstbewusstsein und weiteren guten Ideen ging es im Sommer 2018 in den Landeswettbewerb. Mit dem Wir-Gefühl das unter der Dorfgemeinschaft herrscht wurde die Jury überzeugt. Als kleines Dorf am Rande des Saarlandes hat Oberesch sehr viel Potenzial und bietet ein riesiges soziales Netzwerk.

Schon lange vor dem ersehnten Besuch der Bundesjury haben die Bewohner ihre Finger für ihr Dorf rund gehen lassen. Ob klein oder groß, alle haben eine Aufgabe gefunden und diese mit Begeisterung erfüllt. Es wurde in viele Ideen mit viel Muskelkraft, guter Laune und beste kulinarischer Verpflegung investiert.

„Ein gemeinsames Ziel zu haben und alle mitzureißen und Menschen zu mobilisieren schweißt eine Dorfgemeinschaft zusammen.“ stellt Landrat Patrik Lauer fest. red./am

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