Das Fest soll nachgeholt werden

Baufirmen haben mit dem Neubau des Hospizes Haus Magdalena begonnen

PIRMASENS Im November 2019 hat das DiakonieZentrum den Beginn der Erdarbeiten für das neue Hospiz Haus Magdalena mit einem Planierfest gefeiert. Anlässlich diesen Festes waren die regionalen Baufirmen aufgerufen, sich an der Ausschreibung zur Bauvergabe zu beteiligen und ihren Anteil zur Einhaltung der Plankosten beizutragen – nach dem Motto „Bauen fürs Hospiz ist Ehrensachen“.

Dieser Aufruf war erfolgreich. Die Einzelvergabe für das Neubau-Projekt Hospiz Haus Magdalena ist gelungen. Ein Großteil der beteiligten Firmen stammt aus der Region. Seit Ende April wird die Baustelle von der Caprano-Bauunternehmung eingerichtet.

Gab es im November letzten Jahres noch ein großes Planierfest mit zahlreichen Freunden und Förderern des Hospizes Haus Magdalena in einem voll besetzten Theo-Schaller-Saal mit großem Buffet und Unterhaltung, sieht die Sache zum Baustart ganz anders aus. Die engsten Förderer und Unterstützer nahmen mit gebührendem Abstand Platz an Einzeltischen und stellen sich den Fragen der Presse.

„Wir hätten diesen großen Schritt auf dem Weg zum neuen Hospiz Haus Magdalena gerne richtig gefeiert, wie man das vom DiakonieZentrum kennt“, sind sich alle Beteiligten einig. Damals wie heute haben es sich die Schirmherrin, Landrätin Dr. Susanne Ganster, Oberbürgermeister Markus Zwick, Dr. Bernhard Matheis als Förderer des Hospizes von Anbeginn sowie Dr. Carsten Henn und Erwin Merz als Vertreter des Fördervereins Hospiz Haus Magdalena und die Architektin Prof. Kerstin Molter nicht nehmen lassen, den Baustart gemeinsam mit den Verantwortlichen des DiakonieZentrums zu begehen. „Geplant war ein großes Baustart-Fest mit unseren Spendern und Förderern, ohne die der Hospiz-Neubau nicht möglich gewesen wäre“, erklärt Carsten Steuer, Vorstand des DiakonieZentrum Pirmasens, mit Bedauern und verspricht: „Dies holen wir sobald als möglich nach.“

Bisher 1252 Spender

Nach Verbuchung einer beeindruckenden Anzahl von bisher 1252 Spenden weißt das Neubau-Spendenkonto die beachtliche Summe von 860000 Euro auf. Hinzu kommt eine Fördermittelzusage der Deutschen Fernsehlotterie in Höhe von 159000 Euro. Somit stehen 1,019 Millionen Euro zur Finanzierung des Bauprojekts zur Verfügung. Dennoch ist das DiakonieZentrum auch weiterhin auf rege Unterstützung angewiesen.

Diesem beeindruckenden Spendenaufkommen steht jedoch auch ein Kostenanstieg in der Baubranche gegenüber. Für die Inbetriebnahme des neuen Hospizes bittet das DiakonieZentrum Pirmasens auch in Zukunft um finanzielle Unterstützung. Dies betrifft die Raumausstattung und die Gestaltung der Außenanlage. Das neue Hospiz bietet neben der doppelten Anzahl von zwölf statt bisher sechs Gästezimmern auch mehr Raum für Gespräche und Rückzugsmöglichkeiten sowie eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige. Zu den verbesserten Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten des neuen Hospizes können Bürger mit einer Sachspende und natürlich auch weiterhin mit Geldspenden direkt und vollumfänglich beitragen.

Finanzierungslücke muss geschlossen werden

Nicht zu vernachlässigen sind außerdem die für das neue Hospiz ansteigenden Kosten des laufenden Betriebs. Mit doppelt so vielen Hospizplätzen als bisher hat das neue Hospiz einen höheren Personalbedarf und auch die Pflegesätze sind in den letzten Jahren gestiegen. Nach wie vor müssen jedoch 5 Prozent der Betriebskosten eines Hospizes durch den Träger, sprich das DiakonieZentrum Pirmasens, erbracht werden. Somit vergrößert sich der Kostenanteil des Trägers proportional zu den höheren Betriebskosten für das neue Hospiz. Zur Schließung dieser deutlich höheren Finanzierungslücke als bisher ist das DiakonieZentrum ebenfalls auf Spenden angewiesen – und dies dauerhaft. Außerdem gilt es, den Betrieb des jetzigen Hospizes – parallel zu dem Neubau-Projekt – aufrechtzuerhalten und zu finanzieren.

Dabei vertraut das DiakonieZentrum auch in Zukunft auf seine Spender und ihre verlässliche Unterstützung. Hierzu zählen in erster Linie die Hospizpaten, die regelmäßig mit ihrer Patenschaft zur Schließung der Finanzierungslücke beitragen sowie die zahlreichen Mehrfachspender. Der Dank des DiakonieZentrums gilt an dieser Stelle allen Spendern für jede einzelne Spende. Genannt werden soll auch nochmals die Deutsche Fernsehlotterie, der Förderverein Hospiz Haus Magdalena und die Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung, die das DiakonieZentrum auf dem Weg zum heutigen Baustart einen großen Schritt nach vorne gebracht haben.

Spendenkonto:

Sparkasse Südwestpfalz IBAN: DE89 5425 0010 0000 0012 55

BIC: MALADE51SWP Kennwort: Hospiz Haus Magdalena (für den laufenden Betrieb des Hospizes) oder Neubau Hospiz Haus Magdalena (wer direkt das Neubau-Projekt unterstützen möchten)

Bitte nicht vergessen, Adressdaten auf dem Überweisungsträger zu vermerken. Nur so kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. red./dos

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