Daniel Freitag auf der Bühne der sparte4

Singer/Songwriter stellt sein gefeiertes Debütalbum „Still“ vor

SAARBRÜCKEN Daniel Freitag, Anfang dreißig, trägt den zarten Schmelz von Weltverlorenheit und vertrauensseliger Suche in seiner Stimme, eine musikalische 80/90er Jahre-Sozialisation ist nicht zu verleugnen. Erinnert sich jemand an die entspannte Synthiepopwelt der britischen Band OMD? Hörer seiner Musik denken auch an Radiohead oder die US-Artpop-Band Grizzly Bear.

Freitag bezaubert mit seinem Debütalbum „Still“ die Musikwelt. Er hat lange an seiner Kunst gefeilt. Die Single „Don’t“ erhielt große Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch den Videoclip, für den Schauspielerin Sandra Hüller („Toni Erdmann“) vor der Kamera stand.

Mit seinen Songs will Freitag „erzählen, was ich anders nicht ausdrücken kann“, so der studierte Musikwissenschaftler. „Ich habe lange nach den richtigen Sounds und Instrumenten gesucht, vor allem habe ich aber auch lange nach meiner eigenen Stimme gesucht. Bis ich an den Punkt gekommen bin, wo sich die Musik emotional richtig angefühlt hat, hat es Jahre gedauert.«

Daniel Freitag ist am Instrument oder besser an den In­strumenten Autodidakt, der Keller des Elternhauses im ostwestfälischen Steinheim bot sich als Experimentierstube an. Er spielte in Bands, begab sich nach Berlin und landete beim Theater, komponierte an der Berliner Schaubühne für Regisseure wie Thomas Ostermeier oder Ivo van Hove Theatermusik.

Sein Debütalbum „Still“ nahm er in Eigenregie mit Musikern aus Berlin auf – und das hat der Durchstarter natürlich auch im Gepäck, wenn er am Samstag, 10. März, 21 Uhr, zur „Konzertsaison“ die Bühne der sparte4 (Eisenbahnstraße 22) erobert. Karten gibt‘s an der Vorverkaufskasse des Staatstheaters, Schillerplatz 2.red./tt

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