Coronavirus-Skulptur für das Museum

Renate Dittgen schenkt künstlerische Arbeit von Katharina Krenkel

Saarbrücken. Bereits im Mai 2020 hatte das Historische Museum Saar die Bevölkerung im Saarland und im angrenzenden Lothringen aufgerufen, ihm zu diesem Zweck Fotos und Videos, die während der Pandemie entstanden sind, zuzusenden. Die eingesandten Bildmedien dokumentieren unter anderem die Themen Hygiene, Abstand halten, leere Straßen, gesperrte Spielplätze und die Situation von Familien im Lockdown. Eine Auswahl kann man auf der Homepage des Museums www.historisches-museum.org anschauen.

Neben Bildmedien hat das Museum auch eine Reihe von Objekten, zum Beispiel selbst gebastelte Masken und Visiere, und Bescheinigungen für den Grenzübertritt erhalten. Mit der aktuellen Schenkung besitzt das Museum nun auch ein prominentes Objekt, das die künstlerische Auseinandersetzung mit der Pandemie dokumentiert.

Aufnahmen und Modelle von Krankheitserregern ließen die Künstlerin Katharina Krenkel erkennen, dass die Viren und Bakterien nicht nur gefährlich, sondern auch schön sind. Fasziniert von der ästhetischen Vielfalt des sonst im Alltag unsichtbaren Mikrokosmos, schuf sie textile Soft-Sculptures zahlreicher Viren und Bakterien. Die Skulpturen sehen gefährlich aus, sind aber zugleich kuschelig und man hat das Gefühl, sie wegpacken und damit bannen zu können.

Museumsdirektor Simon Matzerath dankte Renate Dittgen für die großzügige Schenkung, die einen besonderen Stellenwert in der Sammlung des Museums zur Corona-Pandemie einnehmen werde.

Katharina Krenkels Aussstellung „Mikromysterium“ präsentiert bis zum 20. Juni im Stadthaus Ulm das ganze Universum der Mikroorganismen in Form von schwebenden textilen Kunstobjekten, von Influenza, Pest und Ebola bis zur Spanischen Grippe.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter stadthaus.ulm.de/mikromysterium!

red./tt

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