Coronamonster in der Kita St. Markus

Reinheim. Als der Regelbetrieb auch in der katholischen Kindertagesstätte St. Markus begann, wurden die Kinder von „Coronamonstern“ empfangen. Sie sind im Eingangsbereich fein säuberlich aufgereiht. So sahen sie auch ihr Werk, das sie im Lockdown gemeinsam in der Familie gebastelt hatten. Fast alle der 45 Schützlinge der Einrichtung beteiligten sich an der Aktion, die Erzieherin Claudia Frangart ins Leben gerufen hatte. „Schon während der ersten Schließung und jetzt wieder verschickten wir einmal wöchentlich per Mail Spielangebote zu den Kindern. Ausmalbilder oder einfach Ideen, um zuhause aktiv zu sein, Langeweile zu bekämpfen, waren dabei,“ erläuterte sie. Bei der ersten Sonderaktion wurden Regenbogen gemalt, die danach am Zaun der Kita aufgehängt wurden. Auch diesmal sollte es auch wieder etwas Farbiges sein. In einem Eltern-Brief wurde angeregt, einfach Monster zu basteln, die dann in die Kita gebracht werden sollen. Ziel war es unter anderem, dass sich innerhalb der Familie spielerisch sich mit der Thematik befasst werde. Als das erste „Monster-Foto“ in der Familien-Chatgruppe geteilt wurde, bekam die Motivation einen kräftigen Schub. Nach und nach trudelten 40 Monster ein. Um Kontakt zu vermeiden, legten die Kinder, die nicht in der Kita betreut wurden, ihre Werke im „Monsterparkhaus“ vor der Eingangstür ab. Ob mit Pappe, aus Eierschachteln, Tempoboxen, mit Wolle oder Silberpapier, alles wurde als Material verwendet, die Fantasie kannte keine Grenzen. Sogar ein Corona-Verlies gehört dazu. Besonders auffällig ist, dass fast alle „Kreationen“ mit Zähnen ausgestattet sind, und so das Virus vom „Fressmonster“ gefressen werden kann, damit es nicht mehr in die Kita kommen kann. Auch ist bei einigen noch was zu lesen. Dabei ist die Aufforderung „Hau ab, Corona“, Corona: Zutritt verboten oder „Corona Stopp“. ott / Foto: Degott

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