Corona-Katalog

Der Kulturstammtisch gibt Antworten auf aktuelle Fragen

Blieskastel. „Was bleibt?“ ist eine der Fragen dieser so besonderen Zeit, die letztes Jahr im März begann. Dazu kommt: „Was geschieht, wenn uns die Kunst fehlt?“.

Die größte Künstlervereinigung der Region

Der Kulturstammtisch Blieskastel, mit über 120 Mitgliedern die größte Künstlervereinigung der Region, will darauf Antworten geben. In den nächsten Wochen wird ein interessanter Katalog vorgestellt, der zeitgeschichtliche, persönliche und einzigartige Zeugnisse enthalten soll. Eine Broschüre, die den „Puls“ der Pandemie Zeit aus der Sicht seiner Mitglieder „schlagen lässt“, die diese Auswirkungen vom absoluten „Fehlen von kulturellen Veranstaltungen in und um Blieskastel“ eindringlich beschreiben und veranschaulichen wird. Gleichzeitig soll damit ein Lebenszeichen der Vereinigung gesendet werden, die endlich raus dem „Dornröschenschlaf“ will und jetzt eine Möglichkeit/Plattform bietet, sich auch jenseits der dynamischen virtuellen Welt ins Bewusstsein zu rücken. Dazu haben alle „Mitmacher“ sehr interessante Beiträge mit individuellen Lebensereignissen und aktuelles Bildmaterial zu Verfügung gestellt. Besondere Eingebungen, auch der veränderte Gesprächsstoff und vor allem das Defizit an kulturellen Veranstaltungen sind dabei wichtige Themen. Aufgabe war es, das „Beschreiben von besonderen Begegnungen und Erkenntnissen, Ideen für neue Kunstwerke, wesentliche Veränderungen - wie das stärkere Zusammenrücken innerhalb der Familie – das Neu-Entdecken der Natur“ und anderes. Nun ist er bestens bestückt und voll mit besonderen Beiträgen, illustriert mit Fotos und Zeichnungen, die jetzt in den Focus des Lesers gerückt werden. „Es geht uns darum zu zeigen, wie das Fehlen von Kultur unser Leben verändert hat“, so die Vorsitzende Katharina Baarß. Die Idee war auch bei Vorstand und Mitglieder auf fruchtbaren Boden gefallen, deshalb hat ihr Stellvertreter Karl-Heinz Hillen, zusammen mit Roman Schmidt am Format gearbeitet. Gesammelt wurden persönliche Bilder und Texte der Künstler, die sich auf zwei DIN-A-4-Seiten darstellen und ihre persönliche Situation in dieser Virus besetzten Zeit zu Papier bringen und - vielleicht im einen oder anderen Fall – auch mal eine lustige Sicht der Dinge über den Lockdown verraten. Bestimmt sind auch positive bzw. einschneidende Erkenntnisse hier zu finden; aber auch „dringend zu Überdenkendes oder gar zusätzlich Einbringendes“, betonen die Initiatoren. Entstehen wird ein Katalog, der beispielsweise bei den Unternehmern, der Kaufmannschaft und Gastronomie in Blieskastel und Umgebung ausgelegt wird. Erwerben kann man sie gegen eine Schutzgebühr, wobei der Erlös zur Hälfte beim Verkäufer bleibt. „Wir wollen die Aktion unterstützen, stärken und von dem etwas zurückgeben, was wir in den letzten Jahren bekommen haben,“ so Baarß.ott

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de