Corona belastet den Arbeitsmarkt

Im Landkreis Merzig-Wadern waren im März 2 725 Menschen arbeitslos gemeldet

Merzig-Wadern. Die Arbeitslosigkeit im Saarland ist zurückgegangen. Der Rückgang zum Vormonat bewegt sich auf dem Niveau der Vorjahre und entfällt nahezu vollständig auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung. Insgesamt waren im März im Saarland 38 718 Menschen arbeitslos gemeldet, 778 weniger als im Februar.

Die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen lag im aktuellen Monat bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich über dem Vorjahreswert (plus 4 336 bzw. 12,6 Prozent). Der Abstand zum Vorjahr ist nochmals leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 7,2 Prozent. Im März des Vorjahres hatte sie 6,4 Prozent betragen.

Im Landkreis Merzig-Wadern waren im März 2 725 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 77 weniger als im Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 343 Arbeitslose mehr gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag mit 4,9 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen leicht gesunken.

Im März waren 1 551 Männer und 1 174 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 19,2 Prozent bei den Frauen. Bei den Männern fiel der Anstieg mit rund 11 Prozent deutlich niedriger aus.

Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 275. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Prozent erhöht. 987 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund ein Fünftel erhöht.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im März 817, 28 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um fast ein Drittel.

Stellenmarkt

Bereits im Vormonat hatte sich die Arbeitskräftenachfrage erhöht. Diese positive Entwicklung hat sich im aktuellen Monat fortgesetzt. Im März wurden im Landkreis Merzig-Wadern insgesamt 202 neue Stellen gemeldet, 27 mehr als im Vormonat. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im Baugewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Auch im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich und im Gastgewerbe wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt.

Seit Jahresbeginn wurden 492 offene Stellen gemeldet. Der Stellenbestand hat im Vergleich zum Vormonat etwas zulegt. Im Bestand befinden sich aktuell 763 offene Stellen.

Kurzarbeit

Seit Beginn der Corona-Krise trägt das konjunkturelle Kurzarbeitergeld wesentlich dazu bei, negative Effekte abzufedern und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Viele Unternehmen können mit seiner Hilfe Entlassungen vermeiden und ihre Fachkräfte sichern. Im Landkreis Merzig-Wadern haben im März 26 Betriebe für 243 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 1.444 Unternehmen Kurzarbeit für 18 008 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt. Im Landkreis Merzig-Wadern wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 485 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 6,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Ausbildungsmarkt

Gleichzeitig meldeten sich 224 junge Menschen als Bewerber/innen für eine Ausbildungsstelle bei der Arbeitsagentur. Das waren 15,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im März waren noch 407 Ausbildungsstellen unbesetzt und 156 Jugendliche unversorgt. Offene Ausbildungsstellen gibt es noch in fast allen Berufsbereichen. Am häufigsten werden im Landkreis Merzig-Wadern Auszubildende für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Elektroniker/in - Energie-/Gebäudetechnik, Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker/in, Handelsfachwirt/in, Bankkaufmann/-frau, Fachkraft – Lagerlogistik, Metallbauer/in – Konstruktionstechnik und Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk – Fleischerei gesucht. red./am

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