Chancen nutzen für den Berufsstart 2020

Noch zahlreiche offene Ausbildungsstellen im Saarland

SAARBRÜCKEN Bei vielen jungen Menschen hat sich die Ausbildungsuche durch die Corona-Pandemie verzögert. Wegen des Lockdowns lagen viele Auswahlverfahren auf Eis, Vorstellungsgespräche konnten nicht wie geplant stattfinden, Praktika waren nicht möglich. Die gute Nachricht für alle, die derzeit noch auf der Suche sind: Für den Ausbildungsbeginn 2020 ist es noch nicht zu spät. Schülerinnen und Schüler, die das Thema Ausbildung jetzt angehen und in diesem Jahr noch in die Ausbildung starten wollen, haben noch gute Chancen, den Beruf ihrer Wahl zu finden.

Aktuell sind bei der Agentur für Arbeit Saarland noch rund 2 750 offene Ausbildungsstellen gemeldet – aus den unterschiedlichsten Branchen. Auszubildende als Anlagenmechaniker/innen Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik werden ebenso gesucht wie Bankkaufleute, Medizinische Angestellte und Industriekaufleute. Zahlreiche offene Ausbildungsstellen gibt es außerdem im Handel, zum Beispiel als Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Handelsfachwirt/in sowie Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Bäckerei und Fleischerei. Rund um Lager und Logistik wird ebenfalls Nachwuchs gesucht, ebenso im Bereich Dialogmarketing und Versicherung. Gute Chancen gibt es außerdem noch für angehende Industriemechaniker/innen und Elektroniker/innen im Bereich Automatisierungstechnik und Betriebstechnik.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Saarland hat den Überblick über offene Ausbildungsstellen und weiß, welche Stelle zu wem passen könnte. Interessierte Jugendliche erreichen die Berufsberatung unter den Telefonnummern 0800 4 5555 00 und 0681 944 6000 sowie per E-Mail unter saarland.berufsberatung.351@arbeitsagentur.de. Aber auch Abiturientinnen und Abiturienten, die wegen Corona ihr geplantes Auslandsjahr nicht antreten können, finden bei der Berufsberatung Unterstützung und erhalten interessante Alternativen.

Wer nicht sicher ist, was sich hinter den einzelnen Berufen wie Anlagenmechaniker/in oder anderen Bezeichnungen verbirgt, kann sich online unter berufenet.arbeitsagentur.de schlau machen.

Wer in den nächsten Wochen bei seiner Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht fündig wird, für den könnte der Besuch einer Berufsfachschule eine sinnvolle Alternative sein. Die zweijährigen Berufsfachschulen vermitteln neben berufsübergreifenden Kenntnissen eine berufliche Grundbildung z. B. in den Bereichen Technik oder Gesundheit/Soziales und bereiten vertieft auf eine spätere Berufsausbildung vor. Jugendliche können außerdem, wenn die individuellen Voraussetzungen vorliegen, zur Orientierung an einer Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) teilnehmen. Auch mit einer Einstiegsqualifizierung (EQ), einem geförderten Praktikum in einem Unternehmen, lassen sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. red./jb

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