Chancen für die Reaktivierung

GALL zum Thema Schienenstrecke von Losheim nach Merzig und Museumseisenbahn

LOSHEIM AM SEE Die „Grün Alternative Liste Losheim“ (GALL) hat in den letzten Wochen mit Aufmerksamkeit und Genugtuung die verschiedenen Verlautbarungen zum Thema „Reaktivierung der Schienenstrecke Losheim-Merzig“ verfolgt und sieht mehr denn je eine große Chance, dass diese Vision nun Wirklichkeit werden kann.

Die Initiative der GALL war eine Machbarkeitsstudie

Vor mehr als 20 Jahren wurde u.a. auf Initiative der GALL eine Machbarkeitsstudie zur „Reaktivierung der Schienenstrecke Merzig-Nunkirchen“ vom damaligen Zweckverband Personenverkehr Saarland erstellt und diese zeigte eine grundsätzliche Möglichkeit, die Strecke für den öffentlichen Personennahverkehr instand zu setzen. Damals erschienen die von der VCK Verkehrs-Consult GmbH Karlsruhe ermittelten Investitions- und Betriebskosten nicht umsetzbar, aber seit dieser Zeit hat sich spätestens durch die Notwendigkeiten des Klimaschutzes ein Sinneswandel bei vielen gesellschaftlichen Gruppen und den Parteien im Kreis und im Land vollzogen .

In den letzten Monaten sind nun weitere konkrete Ansätze und Möglichkeiten entstanden, um für die Wiederinbetriebnahme der Strecke finanzielle Mittel aus verschiedenen Fördertöpfen zu erhalten.

Im Dezember 2019 war so zum Beispiel in der SZ unter „Bahn schließt weitere Streckenstilllegungen aus“ zu lesen, dass die Deutsche Bahn eine Taskforce gebildet hat, die bis zum Frühjahr 2020 ein Paket von Strecken identifizieren soll, über die man mit dem Bund und den Ländern reden und diese für eine Wiederinbetriebnahme prüfen will.

Hier sieht die GALL für die Gemeinde Losheim und die Stadt Merzig eine große Chance, die Strecke dort zu melden. Deshalb sollten sich die beiden Bürgermeister von Losheim und Merzig, Helmut Harth und Marcus Hoffeld, in einem gemeinsamen Brief an die saarländische Wirtschaftsministerin und die Bahn dafür stark machen, dass die Strecke dort zur Prüfung aufgenommen wird. Durch die Aufnahme der Strecke in den Verkehrsentwicklungsplan des Saarlandes ist schon ein gutes Zeichen gesetzt.

Im Rahmen des Klimapaketes der Bundesregierung wird es ebenfalls für den schienengebundenen ÖPNV viele Mittel geben, die dieser Strecke ebenfalls zu Gute kommen können, und dann nicht nur für den ÖPNV, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung im Hochwaldraum und damit als Ansiedlungsfaktor mit Güterverkehr über die Schiene.

In den letzten Wochen wurden die Fraktionen im Losheimer Gemeinderat weiterhin darüber informiert, dass ein neues Gutachten für notwendige und vom Eisenbahnbundesamt geforderte Verkehrssicherungsmaßnehmen auf der Schienenstrecke zum Betrieb der Museumsbahn bis zu sechs Millionen Euro kosten werden. Dies wird nur für den Betrieb der Museumsbahn nicht zu verantworten und zu stemmen sein, so die GALL.

In einer Kombination von ÖPNV, Güterverkehr und Museumsbahnbetrieb liegt also für die Museumsbahn und den Erhalt der Strecke eher die eigentliche Chance auf Realisierung. Und so können Losheim und Merzig für ihre propagierten Nachhaltigkeitsbemühungen hier ein echtes Leuchtturmprojekt starten.

GALL fordert schnelles und flexibles Handeln

Deshalb fordert die GALL schnelles und flexibles Handeln aller politisch Verantwortlichen. Die GALL glaubt weiterhin, dass Investitionen in den Schienenverkehr in dieser beschriebenen Kombination sicherlich mehr Aussicht auf Realisierung haben werden als die Mittel für den Bau einer Nordsaarlandstraße.

Weitere Informationen zur Arbeit der GALL gibt es unter www.gal.losheim.de.red./ti

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