CDU und JU fordern zügigen Mobilfunkausbau

Landkreis Merzig-Wadern ist Schlusslicht im Saarland bei der Mobilfunkabdeckung

MERZIG-WADERN Aus den neusten Zahlen des Bundesverkehrsministeriums geht hervor, dass der Landkreis Merzig-Wadern bei der Mobilfunk-Netzabdeckung saarlandweit den letzten Platz belegt.

Der saarländische FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic hatte kürzlich eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung gestellt und nun Antwort erhalten. In 5,6 Prozent aller Rasterzellen gibt es kein mobiles Netz in Merzig-Wadern, der saarlandweite Durchschnittswert liegt bei 2,8 Prozent.

„Wir sind froh, dass Ministerpräsident Tobias Hans die Mobilfunkabdeckung bereits zur Chefsache erklärt hat und mit den Netzbetreibern in engem Austausch steht. Gerade für unsere ländliche Region ist es aber nicht länger hinnehmbar das Schlusslicht bei der so wichtigen Netzversorgung zu bilden“, so der Landtagsabgeordnete Frank Wagner (CDU).

Auch der Kreisvorsitzende der Jungen Union Michael Gillenberg sieht dringenden Handlungsbedarf: „Nicht nur für unsere jüngere Generation, sondern insbesondere auch für die zukünftige Attraktivität unseres Landkreises ist ein flächendeckendes Netz nach dem aktuellsten Mobilfunkstandard unabdingbar. Ob im Privaten, im Homeoffice oder als Urlauber auf einem unserer vielen Premium-Wanderwege, die mobile Erreichbarkeit ist für viele ein Muss.“

Die beiden CDU-Vertreter fordern daher von den Mobilfunkbetreibern eine zügige und verbindliche Behebung der Netzlücken. Gerade die Grenzregion in den Kommunen Mettlach und Perl sowie die Hochwaldkommunen Weiskirchen und Wadern sind besonders stark betroffen.

„Wir werden das Gespräch mit unserem Ministerpräsidenten Tobias Hans sowie dem saarländischen Bundestagsabgeordneten Markus Uhl als Mitglied des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur suchen, um ein mit allen Ebenen abgestimmtes Vorgehen sicherzustellen“, so Wagner. Weiter muss es das Ziel sein, auch einen Plan zur Weiterentwicklung des bestehenden Netzes zum neuen 5G-Netz zu entwickeln und zu fixieren: „Wenn wir weiterhin als Landkreis ein innovativer und interessanter Standort für Wirtschaft und Tourismus bleiben möchten, dann muss sich auch die Infrastruktur anpassen und wir müssen heute bereits an den Mobilfunkstandard von morgen denken. Ohne ein stabiles und flächendeckendes 5G-Netz wird die Umsetzung des autonomen Fahrens nicht möglich sein. Gerade für unsere Kreisstadt Merzig mit dem Testfeld für autonomes Fahren ist dieser Schritt sehr bedeutend“, so Gillenberg abschließend.red./ti

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